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Sven Hartenstein vom Zwönitzer HSV erzielte gegen die HSG Hartenstein drei Tore. Am Ende siegte sein Team deutlich mit 35:17.

Foto: Ralf Wendland

Zwönitzer Herren in Torlaune

Das 35:17 gegen die HSG Sachsenring in der Verbandsliga war eine Demonstration der Stärke. Am Ende traf sogar einer, der sonst andere Aufgaben hat.

Von Ralf Beckmann
erschienen am 08.01.2018

Zwönitz. Revanche geglückt: Mit einem jederzeit ungefährdeten 35:17 (15:6)-Sieg über die HSG Sachsenring sind die Handballmänner des Zwönitzer HSV 1928 nicht nur blendend ins Jahr 2018 gestartet. Vor einer tollen und lautstarken Kulisse gelang außerdem die erfolgreiche Wiedergutmachung für den unglücklichen Punktverlust zum Saisonstart, als die Erzgebirger trotz haushoher zwischenzeitlicher Führung am Ende nur remis spielten.

Die 28er benötigten dabei nur gute fünf Minuten, um die Angriffsbemühungen der Gäste zu durchschauen und sich auf diese einzustellen. Dem 2:2 zu diesem Zeitpunkt folgte ein 8:0-Lauf, der die Weichen früh auf Sieg stellte. Gerade einmal eine Viertelstunde war zu diesem Zeitpunkt gespielt. Die Gäste, ein Zusammenschluss aus den Stammvereinen SV Hohenstein-Ernstthal, Oberlungwitzer SV und HV Grüna, agierten in der Offensive viel zu statisch, waren spielerisch der flinken HSV-Abwehr einfach nicht gewachsen. Auch in der Offensive war Zwönitz den Gästen in Sachen Schnelligkeit und Technik deutlich überlegen. Resultat: Zur Halbzeit hatten die Hausherren mehr als doppelt so viele Tore erzielt wie die Spieler der HSG Sachsenring.

Nach der Pause änderte sich am Spielablauf nichts Wesentliches. Weiterhin in der Defensive mit einem im Tor gut aufgelegten Michal Kerner sattelfest, gelangen dem HSV viele schöne Konter, die das Ergebnis in die Höhe schraubten. Im Angriff überzeugten die 28er trotz sich ständig ändernden Formationen ebenfalls und waren von allen Positionen gefährlich und erfolgreich. Erst kurz vor dem Abpfiff schlichen sich dann doch ein paar Unkonzentriertheiten im Abschluss ein - trotzdem bestimmten die Gastgeber auch in diesem Zeitraum weiterhin die Partie. Den umjubelten Schlusspunkt setzte schließlich der Keeper: Kerner durfte zwei Sekunden vor Ultimo zum letzten Siebenmeter antreten, den er sicher zum Endstand verwandelte. Trainer Frank Riedel war mit Ergebnis und Spielverlauf hochzufrieden. "Gegen einen nicht ganz so starken Gegner konnten wir heute viel durchwechseln, was uns gut getan hat", sagte er. Die Schlussphase sei ein "Durcheinander" gewesen - aber das passiere bei einem solchen Vorsprung eben auch mal.

In der Tabelle marschieren die Zwönitzer weiter gemeinsam mit der SG LVB Leipzig II vorneweg. Der mit ebenfalls 22 Zählern punktgleiche Tabellenführer siegte am Wochenende ebenfalls - mit 29:24 beim Fünften Plauen-Oberlosa II. Am kommenden Samstag erwartet Zwönitz erneut zuhause wieder eine vermeintlich lösbare Aufgabe. Gegner ist dann die HSG Neudorf/Döbeln II, derzeit auf Rang 10.

Zwönitz: Kerner (1), Brecko (2), Fritsch (3), Hartenstein (3), Langer (1), Becher (2), Kotesovec (2), Hofmann (5), Küntzel (4), Löbner (9/5), Lieberei (3)

 
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