5G-Mast in Schlettau lässt Wellen hochschlagen

Bürgermeister will Forum mit den Verantwortlichen organisieren

Schlettau.

In der Bergstadt hat es am gestrigen Freitag nur ein Gesprächsthema gegeben. Das war der am Donnerstag aufgestellte 35 Meter hohe 5G-Funkmast am Bahnhof. Auch in sozialen Netzwerken wird schnell deutlich, dass die Volksseele kocht. Dort begannen die Debatten zu dem Thema schon während der Aufbauarbeiten. Die Sendeanlage ist Teil eines 5G-Netzes, das an der Bahnstrecke Annaberg - Schwarzenberg errichtet werden soll und der Erforschung des automatisierten Fahrens auf der Schiene dient.

Die Kritik seitens der Bürger geht in zwei Richtungen. Zum einen fühlen sie sich übergangen, vermissten im Vorfeld entsprechende Informationen zum Aufbau der Anlage. Zum anderen bestimmt die Angst vor gesundheitlichen Schäden durch die Frequenz von 3,5 Gigahertz die Diskussion.


Eine Anwohnerin, die namentlich nicht genannt werden will, sagte: "Wir werden uns das nicht gefallen lassen." In den nächsten Tagen sei deshalb eine Zusammenkunft von Bürgern geplant, in der beraten werde, wie man dagegen vorgehen will.

Schlettaus Bürgermeister Conny Göckeritz weiß "von dem regen Austausch" zum 5G-Mast in den sozialen Netzwerken. In der Verwaltung direkt sei aber noch keine Beschwerde eingegangen, sagte er am gestrigen Freitag. Ungeachtet dessen wolle er ein Forum mit Verantwortlichen des Bahn-Campus-Projektes organisieren, in dem die Bürger ihre Fragen stellen können.

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