Baustart noch völlig ungewiss

Die Pläne für die beiden neuen Lifte am Fichtelberg stecken nach wie vor in der Genehmigungsphase. Und ein Ende ist vorerst nicht in Sicht.

Oberwiesenthal.

Die nächste Wintersaison hat ihre ersten Vorboten längst auf den Fichtelberg geschickt. Sie verstärken die ohnehin schon andauernde Diskussion um die beiden geplanten Liftprojekte erneut, denn ein Baubeginn ist weder für die neue Sechser-Bahn im Bereich der Himmelsleiter, noch für den neuen Achter-Sessellift am Haupthang in Sicht. Beide Projekte stecken nach wie vor in der Genehmigungsphase. Und werden dort wohl auch noch eine Weile verharren, wie eine entsprechende Nachfrage in der Landesdirektion Sachsen ergeben hat. Die Behörde zeichnet für die Genehmigungsverfahren verantwortlich.

Seit Anfang 2014 liegt der Antrag für die moderne Sechser-Bahn bei der Behörde. "Arbeitsfähige Unterlagen liegen seit Ende 2014 vor", erläutert Pressesprecher Gunter Gerick. Anfang 2015 gab es die erste Auslegung und Anhörung - "im Ergebnis war eine Überarbeitung der Planung erforderlich". Als Grund dafür nennt der Behördensprecher die Lage der geplanten Anlage in einem Trinkwasserschutzgebiet. Laut René Lötzsch von der Fichtelberg Schwebebahn GmbH - das Unternehmen ist der Bauherr - mussten neue Grundstücke für die Anlage eines Speicherteiches untersucht werden. Die neuen Unterlagen sollen nun nach Angaben des zuständigen Planungsbüros in der zweiten Novemberwoche der Landesdirektion vorgelegt werden. Unterdessen liegen die Unterlagen für den Achter-Sessellift laut René Lötzsch schon seit Mitte April bei der Landesdirektion. War er bisher davon ausgegangen, dass beide Projekte nacheinander abgearbeitet werden, gibt es nun andere Signale aus der Behörde: "Sobald die überarbeiteten Unterlagen für den Sechser-Sessellift vorliegen, werden diese gemeinsam mit den Unterlagen zum Achter-Sessellift in der Stadtverwaltung von Oberwiesenthal erneut ausgelegt. Zudem werden die Träger öffentlicher Belange hierzu ebenfalls nochmals beteiligt. Sofern erforderlich, erfolgt nach Auswertung der eingegangenen Einwendungen und Stellungnahmen ein Erörterungstermin", erläutert Gunter Gerick. Da somit eventuelle weitere Schwierigkeiten für die Genehmigung noch nicht abgeschätzt werden können, sei auch die Benennung eines möglichen Baustarts noch nicht möglich. René Lötzsch bräuchte die Genehmigung aber in den nächsten Tagen, um im Mai mit den Arbeiten beginnen zu können. Denn vorher muss noch europaweit ausgeschrieben werden.

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