Beliebter Eiswürfel will nach Schwarzbach ziehen

Die Inhaber der Eisdiele möchten Waschleithe verlassen. Grund: Die Rahmenbedingungen passen nicht mehr.

Waschleithe/Schwarzbach.

Nicht nur an heißen Tagen ist der Eiswürfel in Waschleithe ein beliebtes Ziel. Ausflügler, die das Naherholungsgebiet erkundet haben, runden mit einem Besuch in der Eisdiele ihren Tag ab. Aber auch zahlreiche Stammkunden schätzen das Angebot. So ist der Eiswürfel einerseits wichtig für Waschleithe und andererseits partizipiert die Eisdiele natürlich auch vom Standort in der Ortsmitte des wichtigsten Naherholungsgebietes im Raum Schwarzenberg. So scheint auf den ersten Blick alles perfekt.

Doch über dem Eiswürfel sind dunkle Gerüchtewolken aufgezogen. "Schließt er wirklich?", wird immer wieder gefragt. Juniorchefin Nadine Winterstein klärt auf: "Es stimmt, dass wir uns nach einem neuen Objekt umgeschaut haben und in Schwarzbach fündig wurden." Doch ein fester Umzugstermin stehe noch nicht fest. "Das wäre ein wesentlicher Schritt", ist sich Winterstein bewusst. Daher wäre es aus ihrer Sicht völlig falsch, etwas zu überstürzen. Vor allem auch, weil anders als es in der Gerüchteküche brodelt, noch nicht alles in Sack und Tüten ist.

Viele Stammgäste dürften diese Pläne überraschen, denn eigentlich schien doch alles perfekt. Ganz so sei es aber nicht, meint Nadine Winterstein. "Es ist leider so, dass die Rahmenbedingungen für uns nicht mehr passen", sagt sie. So sollen angeblich die Parkplatzsituation und der Straßenbau für die Entscheidung verantwortlich sein, wird gemutmaßt. Damit konfrontiert, meint Nadine Winterstein: "Ich möchte niemandem den Schwarzen Peter zuschieben, jeder hat seine Gründe, warum er etwas macht, wie er es macht", sagt sie. Dass Bürgermeister Joachim Rudler auf sechs Parkplätze verweist, die im Rahmen des Straßenbaus in der Ortsmitte und damit unmittelbar vorm Eiswürfel entstanden sind, tröstet Inhaberin Christina Winterstein nur wenig: "Heutzutage will doch keiner mehr laufen." Ihre Tochter ergänzt: "Die sechs Parkplätze reichen doch nicht für unsere Laufkundschaft, die nur schnell ein Eis in der Waffel kaufen will." Das Schlimmste aber sei der durch den Bau entstandene Höhenunterschied zwischen Straße und Eingang, betont Christine Winterstein: "Kunden, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, trauen sich doch gar nicht mehr runter." Zudem unterstreicht sie die Worte ihrer Tochter: "Es ist angestrebt, dass wir so schnell wie möglich nach Schwarzbach gehen." Bürgermeister Rudler bedauert die Entscheidung, sagt aber auch, dass die Kommune beispielsweise nicht dafür zuständig sei, Parkplätze für Gewerbetreibende vorzuhalten.

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