Beschluss zu Kauf von Laptops vertagt

Thum: Räte äußern Bedenken bezüglich Angebotsvergleichbarkeit

Thum.

Als kniffliges Unterfangen hat sich die geplante Anschaffung von Laptops für die Thumer Grundschule erwiesen. Im Resultat muss sich die Bildungseinrichtung in Geduld üben, was den Kauf der für den Unterricht benötigten Geräte angeht. Bürgermeister Michael Brändel (Bürgerliste) setzte den Punkt in der jüngsten Ratssitzung nach Diskussion wieder ab. Denn mehrere Ratsmitglieder äußerten Vorbehalte zur Vergleichbarkeit der eingeholten Angebote für die Laptops. "Ich habe Bedenken, ob wir wirklich über das wirtschaftlichste Angebot entscheiden können", sagte etwa Sven Lerchenberger (Verein Jugendblasorchester). Hintergrund: Eines der an der Ausschreibung beteiligten Unternehmen hatte aufbereitete, also gebrauchte Computer aus der Industrie angeboten, wie aus den Schilderungen von Kämmerer Matthias Stopp hervorging. Dieses Angebot war mit einigen Tausend Euro Abstand günstiger als andere Angebote. Jedoch war nicht genau ersichtlich, ob es neben der Hardware auch die notwendige Software enthielt. Schule und Stadtverwaltung favorisierten dagegen die Anschaffung zweier Klassensätze neuer Laptops, die in mobilen Rollkoffern gelagert und geladen werden. Zugleich können die Koffer vor Ort ein W-Lan-Netzwerk erzeugen. Der Anbieter hatte seine Komplettlösung inklusive Software bereits präsentiert. Auch die Schule sei begeistert und halte das für das Optimum, so Stopp.

Der Kritik mangelnder Vergleichbarkeit schloss sich etwa auch Katrin Ihle (Bürgerliste) an. Mario Schöne (Bürgerliste) argumentierte dagegen, dass der Unterschied beim Stückpreis zwischen neu und alt nicht so gravierend ausfalle: "Aus wirtschaftlicher Sicht würde ich die neuen nehmen." Die Zeit für die Anschaffung der Laptops, wofür maximal rund 25.000 Euro vorgesehen sind, läuft davon. Denn das bisherige Computerkabinett, das sehr alte PCs enthält, soll aus Brandschutzgründen künftig als Garderobe dienen. Ohne die Laptops steht die Schule zum kommenden Schuljahr ohne Technik da. Bei der ersten Sitzung des neuen Stadtrates am 3. Juli könnte das Thema erneut auf die Tagesordnung kommen. Bis dahin dürften die Unklarheiten beim Angebot ausgeräumt sein.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...