Betriebe erfüllen nicht alle Vorgaben

Frist für Anzeigepflicht läuft am 30. Juni aus

Annaberg-Buchholz.

Wegen der Corona-Pandemie hat die Bundesagentur für Arbeit gemeinsam mit den Integrations- und Inklusionsämtern die Anzeigenpflicht der Unternehmen zur Besetzung von Arbeitsplätzen mit schwerbehinderten Menschen bis zum 30. Juni verlängert. Gleiches gilt für die Zahlung der Ausgleichsabgabe. Das betrifft Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten. Sie sind verpflichtet, mindestens fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen zu besetzen. Im Erzgebirge erfüllen nicht alle Betriebe diese Pflicht, erläutert Behördensprecherin Stefanie Ebert. Stattdessen zahlen sie eine Ausgleichsabgabe, die monatlich für jeden nicht besetzten Arbeitsplatz zwischen 125 und 320 Euro betragen kann. 2018 gab es 812 Betriebe im Erzgebirge, die diese Pflicht erfüllen mussten. 3019 Arbeitsplätze hätten so mit einem schwerbehinderten Arbeitnehmer besetzt werden sollen. Auf nur auf 2550 dieser Stellen war ein schwerbehinderter Mitarbeiter tätig. Die Beschäftigungsquote Schwerbehinderter beträgt damit im Erzgebirge 3,9 Prozent. (af)

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