Corona-Patient: Bangen um Heilung

Für viele sind die Menschen, die wegen einer Coronainfektion auf den Intensivstationen behandelt werden, nur eine Zahl. "Freie Presse" konnte nun mit einer betroffenen Familie aus dem Erzgebirge sprechen. Ihr Blick auf die Krankheit hat sich grundlegend geändert.

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2727 Kommentare
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  • 8
    2
    klapa
    01.11.2020

    OlafF, volle Zustimmung.

    Ein Beitrag, der auf gegenseitigen Respekt und Meinungsausgleich ausgelegt ist.
    Es geht nicht darum, Gegensätze hervorzukehren, sondern Gemeinsamkeiten in den Vordergrund zu stellen.

    Das wäre auch ein Beitrag zu einer immer wieder geforderten, aber wenig beachteten, besseren Debattenkultur.

  • 10
    3
    Chiemsee
    01.11.2020

    Muss @Ralf66 Recht geben.
    Bin regelmäßig im Berchtesgadener Land unterwegs. Es gibt tolle Wanderrouten weitab von Ramsau, König- und Hintersee. Und auch wenn man nicht wandert kann man Menschenmengen leicht aus dem Weg gehen.

  • 15
    6
    ralf66
    01.11.2020

    @ggv1615, ich wüste nicht, dass das Berchtesgadener Land Ende August/Anfang September Risikogebiet gewesen sein soll wie Sie hier unterstellen und ich bin in einem Wanderurlaub gefahren oder mit Frau und Kind mit dem Auto unterwegs gewesen, dabei haben wir darauf geachtet, dass wir auch wie zu Hause Abstände, wir Mundschutz tragen wo gefordert und haben größere Menschenansammlungen gemieden, keine Partys oder Feste besucht, so und nun? Besser kann ich mich auch nicht zu Hause verhalten, denn zu Hause muss ich ebenso wie im Urlaub am öffentlichen Leben teilnehmen, arbeiten, einkaufen Behördengänge u.s.w. und könnte mich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen anstecken.
    In der Zeit Ende August/Anfang September als wir in Berchtesgaden waren waren dort die Fallzahlen ähnlich wie im Erzgebirgskreis, es war kein Risikogebiet. Wenn Sie schon etwas schreiben wollen, dann bitte auch mit Sinn und nicht plumpe Kritik anbringen, die weder der Wahrheit entspricht noch den Tatsachen!

  • 16
    10
    OlafF
    01.11.2020

    Liebe Mitleser, lasst euch bitte nicht gegenseitig aufhetzen. Es ist völlig "Wurst" ob ihr dafür oder dagegen seid. Wichtig ist, dass ihr euch nicht noch mehr spalten lässt. Profiteure sind diejenigen, welche im stillen Kämmerlein sitzen und ihre Fäden spinnen, um ihre Macht auszubauen. Respektiert diejenigen, welche Abstand wünschen und redet sachlich miteinander, zeigt den jungen Menschen, wie es funktioniert, wenn man ohne TV, Facebook und sonstige Kontrollorgane kommuniziert. Vielleicht lest ihr ein gutes Buch. Ich empfehle 1984 von George Orwell. Wollten vorgestern eigentlich nur einen Cappuccino trinken gehen, daraus wurde ein gemütlicher Nachmittag mit völlig fremden netten Leuten aus Köln. Am Ende ticken wir alle gleich. Wer sich vor Angst "einigeln" möchte, kann das tun. Es ist sein jedermanns Recht. Tut es auch, schaltet die Medien ab und geht allein oder gemeinsam mit Freunden raus in die Natur.

  • 14
    6
    ralf66
    01.11.2020

    @paral, bevor sie geifern müssen sie schon richtig lesen, ich bin in Berchtesgaden wohl essen gewesen aber dort wo es nicht zu voll war und wenn ich mir Ihre Antwort durchlese, dann könnte ich mir vorstellen wie Sie sich bisher verhalten haben?

  • 4
    22
    ggv1615
    01.11.2020

    @ralf66
    Den starken Anstieg an Infektionen gab es nach der Urlaubszeit. Wenn Sie in einem Rundumschlag alle Partyleutchen beschuldigen, ursächlich für die steigenden Infektionen zu sein, selbst aber locker in Infektionsgebieten Urlaub machen, dann passt das nicht zusammen.
    Schützen kann sich jeder selbst vor Infektionen, z.B. mit FFP2 Masken. Ich sehe da für mich keinen Bedarf. Und krank bin ich auch nicht, somit stecke ich auch niemanden an.

  • 7
    28
    paral
    31.10.2020

    @ralf..Na, Sie sind ja nicht besonders gesellig. Müssen Sie ja nicht, ist ja ein freies Land , und jeder kann tun, wie er es für richtig hält. Garagen und Getränkelädchen, wollen Sie dabei sein? Gehen Sie mal hin und erfahren Sie, was die Leute da umtreibt. Und Berchtesgaden, wer dort in der Ferienwohnung sitzt und dort isst, ....na ja.

  • 9
    21
    Schützenfrau
    31.10.2020

    Sorry , mir war mein Aluhut über die Augen gerutscht .

  • 27
    13
    ralf66
    31.10.2020

    @Schützenfrau, wer redet den von jetzt, ich rede von der Zeit nach den Lockerungen im Frühjahr bis jetzt und da wurde wieder genug gefetet und Party gemacht in den vielen kleinen Getränkelädchen und Garagen gehockt und fröhlich ohne Mundschutz und Abstand gefeiert, wenn sie mal bisschen aufmerksam durch die Welt gehen würden, dann hätten sie das auch gesehen. Biergärten waren brechend voll, ich war im Sommer in Berchtesgaden und dachte mir ob das wohl gut geht teilweise war es so voll, dass wir es vorgezogen haben uns Wirtschaften zu suchen wo wenig los war oder haben in der Ferienwohnung gegessen.

  • 8
    32
    Schützenfrau
    31.10.2020

    @ralf66, so ein Schwachsinn , von wegen Partys , Feten usw ! Können sie das beweisen ? Ich kenne niemanden , der in der jetzigen Situation gerne feiern würde .

  • 34
    14
    ralf66
    31.10.2020

    @censor, Sie sind ein Querulant und nichts anderes, in einer Demokratie gibt es Regeln, Gesetze und Verordnungen die in Notsituationen anders sein können als wie wenn es keine Notsituation gibt und das können und wollen Sie nicht auseinander halten.

    Wenn sich der mehrheitliche Teil der Menschen dieser Spaßgesellschaft nach den Lockerungen im späten Frühjahr Anfang Sommer so verhalten hätten wie es sein hätte müssen, dann wären diese Maßnahmen jetzt nicht nötig gewesen, dass ist Fakt und nichts anderes!

    Zum Einkaufen mal schnell Maske tragen das es so aussieht als ob und sonst weiter Party, Feten und Festle feiern ohne jede Regeln einzuhalten, dass macht dieses Virus nicht mit!

  • 12
    4
    SzB85
    30.10.2020

    @ASS: Haben Sie mein Beileid für Ihren Vater. Hat das Krankenhaus auf Ihre Anforderung keine Möglichkeit gefunden, damit Ihre Familie zumindest in Schutzkleidung Abschied nehmen kann?

  • 18
    8
    OlafF
    30.10.2020

    @ASS: Mein herzliches Bedauern für den einsamen Tod ihres Vaters. Wenn mir es erlaubt sei, würde ich ihm zu gedenken, für meinen Schwiegervater und für viele andere, welche nicht in den Statistiken auftauchen, morgen in Dresden eine Kerze anzünden.

  • 31
    11
    ASS
    30.10.2020

    @censor und @OlafF
    Sie haben meine Zustimmung. Natürlich sieht die Welt völlig anders aus, wenn man selbst betroffen ist. Hat der Nachbar Krebs, ist man betroffen. Hat man selbst Krebs, bricht die Welt auseinander. Das liegt in der Natur der Dinge. Tag für Tag bekommt man zur besten Sendezeit immer höhere Infektionszahlen präsentiert. Viele Menschen werden getestet, manche positiv. Beim nächsten Test auf einmal wieder negativ. Die Unsicherheit wächst. Die Infektionszahlen explodieren. Immer mehr. Die Angst wächst. Erfolg durch ständige Wiederholung. Vielleicht könnte die Presse über einen alten Mann schreiben, der im Krankenhaus, abgeschirmt von Bakterien und Viren und dem Leben und von seinen Liebsten (Frau, Söhne, Enkel) in aller Einsamkeit verstorben ist. Er hätte gern noch einmal seine Frau gespürt, seine Söhne gedrückt und die Enkel gestreichelt. Doch die Corona-Richtlinien ließen es nicht zu. Er ist nicht an Corona, sondern durch Corona gestorben. Es war mein Vater.

  • 29
    8
    SzB85
    30.10.2020

    @censor: Momentan wünschen sich wahrscheinlich die meisten Menschen, dass unser Land frei von Coronapandemie wird. Manchmal schließen sich verschiedene Freiheitswünsche gegenseitig aus. Das Artikel, das über die Leiden des einzelnen Menschen mit Coronavirus-Komplkationen unter Einhaltung der Datenschutzrichtlinien berichtet, war aus meiner Sicht schon seit sehr langer Zeit fällig. Einschließlich die persönliche Berichte des Gesundeitspersonals, was für ein Mehrarbeit sie haben. Das MNS-Tragen in den gesetzlich definierten Alltagssituationen zu verweigern ist für 97% der Erwachsenen (die nicht selbst attestierbar schwer chronisch krank sind) fahrlässig und egoistisch. Genau so, wie Rasen und andere verkehrsbedingten Ordnungswidrigkeiten. Alle Menschen sehnen sich zurück nach normalen Zeiten, sind es momentan aber nicht, und es wird leider keinen bequemen Ausweg mit Vollkasko geben.

  • 19
    49
    censor
    30.10.2020

    GPZ- Ich empfinde Ihren Kommentar als übergriffig gegenüber mir und allen anderen, welche die gegenwärtige Maßnahmenentwicklung sowie die medialen Reaktionen darauf unter einem objektiven Blickwinkel betrachten u zu recht kritisieren.

    Es ist dient der sozialen Spaltung zu behaupten, jemand brächte andere durch sein Verhalten auf die ITS. Infektionen sind und bleiben persönliches Lebensrisiko.

    Die eigene Erfahrung, auf einer ITS gelegen zu haben, tut nichts zur Sache. Man bekommt aber einen anderen Blickwinkel, wenn man selbst dem Tod ins Auge geschaut hat.

    Ich betrachte die Situation sachlich u faktenbasiert. Gleichzeitig bin ich ein strikter Verfechter der Demokratie u bürgerlichen Freiheit, die aus meiner Sicht zz in unzulässiger Weise beschnitten wird.

    Im Übrigen halte ich es für anmaßend, wenn Sie glauben beurteilen zu dürfen, ob andere eine Maske tragen können oder nicht, egal, ob mit Ausweis oder ohne. Außenstehende haben darüber nicht zu befinden.

  • 56
    20
    SimpleMan
    30.10.2020

    @censor Und Schlaganfall, Herzinfarkt, Unfalltraumen, MRSA-Sepsis, Krebs sind ansteckend, werden wie übertragen ... Erkennen Sie den Unterschied?

  • 56
    20
    GPZ
    30.10.2020

    Censor: „Der Unterschied ist allerdings, dass bei den unzähligen Fällen von Schlaganfall, Herzinfarkt, Unfalltraumen, MRSA-Sepsis, Krebs im Endstadium etc keine Presse einen Titelseiten-Artikel darüber schreibt.“

    @Censor: Der Unterschied zu den anderen Erkrankungen (außer Unfälle, da ist es analog) ist, dass bei Corona Menschen durch ihr unvorsichtiges und egoistisches Verhalten ANDERE auf die ITS bringen. Diese sollte man aufwecken, indem man mehr über Einzelschicksale berichtet.

    Aus Ihren Kommentaren, meine ich, entnommen zu haben, dass Sie unter den Folgen einer Erkrankung leiden. Ich finde es trotzdem einen schlechten Zug, deshalb andere zu unvorsichtigen Verhalten zu motivieren.

    Vor allem NOCH bekommt man auf der ITS die Pflege - irgendwann ist sie ohne Maßnahmen überlastet.

    Allgemein: Ich kenne Leute mit Schwerbeschädigtenausweis, die, obwohl sie nicht müssten, trotzdem einen MNS tragen. Andere können es wirklich nicht. Und andere nutzen den Ausweis als Ausrede...

  • 25
    54
    klapa
    30.10.2020

    Censor, ich sage, was sie sich vllt. verkniffen haben. Dieser Artikel hat die Aufgabe, den Lesern die drastischen Maßnahmen der Regierung nahe zu bringen und verständlich zu machen. Er wirbt um Zuspruch zu diesen Maßnahmen.

    Man kann auch das anders und drastischer ausdrücken.

    Menschen sterben jeden Tag zum Leidwesen ihrer Angehörigen an welcher Krankheit auch immer, weil der Tod zum Leben gehört.

    Das ist auch bei Corona nichts Besonderes. Ich gebe zu, ziemlich nüchtern, aber nicht ohne Empathie. Es ist ganz einfach so!

  • 39
    73
    censor
    30.10.2020

    Was sollen solche Berichte bewirken? Ein Blick in das DIVI Intensivregister reicht, um zu beurteilen, wie viele Menschen bundesweit täglich um ihr Leben ringen, denn auf einer ITS liegt man generell nicht aus Jux und Dollerei, sondern weil man lebensgefährlich und rund um die Uhr überwachungspflichtig erkrankt ist.

    Menschen, die an Covid19 erkranken, sind da keine herausragenden Sonderpatienten, sondern JEDER Patient, der in vitalbedrohlichem Zustand dort liegt, ganz gleich aus welchem Grund, bedarf der besonderen Therapie, Pflege und natürlich der Anteilnahme der Angehörigen und bekommt diese idR auch.

    Der Unterschied ist allerdings, dass bei den unzähligen Fällen von Schlaganfall, Herzinfarkt, Unfalltraumen, MRSA-Sepsis, Krebs im Endstadium etc keine Presse einen Titelseiten-Artikel darüber schreibt.

    Corona steht gerade im Fokus der Öffentlichkeit, aber Mensch ist Mensch, und Patient ist Patient, egal, woran er leiden muss.
    Denkt mal darüber nach, liebe Medien.

  • 30
    26
    OlafF
    30.10.2020

    Teil 2
    Wie erklären Sie sich die geringe mediale Aufmerksamkeit und das im Vgl. zu jetzt geringe Interesse der Politik? In den USA kämpfte man schon 2018/2019 mit schweren Krankheitsverläufen (Seite 48). In den USA wurde bei 29 % der hospitalisierten Influenzapatienten eine Pneumonie diagnostiziert, 18 % der Patienten war intensivpflichtig, 6 % mussten beatmet werden und 3 % verstarben. Kommt Ihnen das bekannt vor? Also immer noch kein Vgl. mit Influenza möglich? Könnte dabei herauskommen, dass es im Auge des Betrachters liegt, ob und wie man diese Zahlen interpretieren kann?

    Und nun noch eine Auffälligkeit die kaum eine Rolle spielt:
    https://influenza.rki.de/Saisonberichte/2017.pdf

    Es fällt ein sehr hoher Anteil von SARI auf (über 70% influenzabedingt), besonders sehr hoch in Berlin. Kann man auf Seite 201 Abb. 42 sehen. Wo waren da der Mangel an Personal und Beatmungsbetten? Es starben einfach mal 32 Personen mehr als sonst pro 100.000 EW und keinen hat es bemerkt.

  • 34
    26
    OlafF
    30.10.2020

    Teil1…ein bisschen wie Grippe eben? Grippe ist genauso wenig harmlos, wie andere Erkrankungen und Unfälle. Schwerwiegendste Folge ist im Extremfall auch der Tod. Bedeutet nach Angaben des Destatis ca. 2500 Menschen versterben täglich in Deutschland. Dass Dank unseres intakten Gesundheitswesens mit Hilfe von vielen fleißigen Beschäftigten vielen Menschen geholfen werden kann, stellt eine Errungenschaft dar.
    Auch wenn Sie es schrecklich finden, aber Corona ist nur ein kleiner Bestandteil alltäglicher Gefahren um uns herum. So muss ich immer wieder auf die Untersuchungen des RKI bezüglich der Influenza verweisen.

    https://influenza.rki.de/Saisonberichte/2018.pdf

    Hierbei wurden ARE als Sammelbegriff u.a. Viren erfasst, aber noch keine Corona-Viren, wenn auch bekanntermaßen mit vorhanden. Ins Auge fallen jedoch die erhöhten Sterbefälle der Vorjahre (Seite 47)
    2008/2009 von 18.800,
    2012/2013 von 20.700,
    2014/2015 von 21.300,
    2016/2017 von 22.900 und
    2017/2018 von 25.100.

  • 101
    22
    Pixelghost
    30.10.2020

    @paral, genau diese Einstellung ist es, dass sich Erzgebirger gegenseitig das Weihnachtsfest vermiesen.

    Hauptsache den Sturnischel durchsetzen, auch wenn es dem anderen die Gesundheit kostet.
    Dar solsch ma net su hamm, risch?

  • 114
    14
    TWe
    30.10.2020

    @paral
    Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie uns mit diesem Sarkasmus verschonen.

    Die Anonymisierung der Betroffenen und der Hinweis darauf, dass deren wirkliche Identität bekannt ist, sind die Begründungen dafür, dass hier offenbar journalistisch sauber gearbeitet wurde.

  • 106
    14
    Piepsel
    30.10.2020

    paral....sollen Namen und Adresse veröffentlicht werden um eine "Hexenjagd" zu ermöglichen?

  • 130
    24
    Wika1
    30.10.2020

    "So richtig ernst habe die Familie das Corona-Virus eigentlich nicht genommen...." Das geht den meisten so, die noch nicht direkt betroffen waren oder jemanden kennen mit Corona. Deshalb ist es so wichtig, den Leuten zu zeigen, was ihnen passieren kann, und dass es eben nicht nur eine "Schnupf" ist.

  • 14
    167
    paral
    30.10.2020

    Der Name ist der Redaktion bekannt. Na dann ist ja alles gut.