Dach für Kita-Erweiterung wird flach und grün

Die Bauarbeiten für das neue Krippengebäude in Scheibenberg haben bereits 2018 begonnen. Doch lange herrschte Unsicherheit, wie das Haus am Ende tatsächlich aussehen wird - zumindest oben herum. Nun wurde eine Entscheidung getroffen.

Scheibenberg.

Der Erweiterungsbau der Kindertagesstätte "Bergwichtel" in Scheibenberg beschäftigt die Verantwortlichen in der Verwaltung und dem Stadtrat bereits seit vielen Monaten. Am Anfang ging es um die Frage, wie und wo gebaut werden soll. Ein Umbau in der bestehenden Kita wurde ausgeschlossen, gleiches galt für einen Anbau an das Bestandsgebäude. Schließlich stand fest, dass es einen Erweiterungsbau in unmittelbarer Nähe geben soll. In diesem soll die Betreuung der unter Dreijährigen sichergestellt werden. So weit, so gut.

Doch beim Thema Dach scheiden sich die Geister. Der ursprüngliche Plan sah vor, dass das neue Gebäude ein flaches Dach mit einer geringen Neigung von wenigen Grad erhalten sollte. Um für Licht in einem geplanten Atrium zu sorgen, sollte zudem eine Teilverglasung in Satteldachform erfolgen. Doch dann kam laut Bürgermeister Michael Staib der Vorwurf auf, dass diese Variante zu teuer ist. Dem wurde nachgegangen, eine Variantenuntersuchung durchgeführt. Das hatte einen vorübergehenden Baustopp zur Folge, so Staib. In der jüngsten Sitzung des Stadtrates stand das Thema nun erneut auf der Tagesordnung. Und es wurde eine Entscheidung getroffen, die von der ursprünglichen Variante abweicht. Der neue Plan sieht vor, dass das Dach nun ganz flach und begrünt wird. Die Teilverglasung ist weiterhin vorgesehen. Die Flachdach-Variante habe laut Bürgermeister Staib mehrere Vorteile. Zum einen könne so eine höhere Wärmedämmung erreicht werden. Dadurch könne eventuell auch erreicht werden, dass eine bisher geplante Klimaanlage eingespart werden kann, was wiederum zu niedrigeren Energiekosten führt. Außerdem biete ein begrüntes Dach einen besseren Schutz gegen die Sonne. Und: Das Herunterfallen von Eis und Schnee könne so verhindert werden. Mit so etwas müsse bei einem leicht geneigten Dach bei entsprechenden Wetterverhältnissen im Winter immer gerechnet werden.

Neben den genannten Vorteilen der neuen Variante, die mit einer knappen Mehrheit im Stadtrat beschlossen wurde, gibt es allerdings auch einen Nachteil. Das begrünte Flachdach ist laut Planungen sogar teurer als die Ursprungsausführung. Stadtrat Thomas Fiedler sprach während der Sitzung von mehreren Zehntausend Euro, was Bürgermeister Michael Staib auf Nachfrage bestätigte. "Wir bauen eine Kinderkrippe, keinen Palast", so Fiedler. Doch der neue Plan steht. Der ursprüngliche Beschluss wurde aufgehoben und ein neuer gefasst. Nun hofft Bürgermeister Michael Staib, dass die Bauarbeiten nach der Winterpause bald weitergehen können.

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