Diskussion um Aufsichtsratbesetzung

Für die Besetzung des Kontrollgremiums der Gesellschaft für Kur und Rehabilitation gab es klare Vorstellungen. Denen folgte der Gemeinderat aber nicht komplett.

Thermalbad Wiesenbad.

Sieben Personen standen auf der Liste, die Ricarda Lorenz dem Thermalbad Wiesenbader Gemeinderat für die Besetzung des neuen Aufsichtsrates der Gesellschaft für Kur und Rehabilitation vorschlug. Eine bewusst ausgewählte Entscheidung, da das Gremium nicht nur kontrollieren, sondern auch positiv auf die Entwicklung der Einrichtung einwirken soll. Daher werde darauf geachtet, dass die Mitglieder sich auf unterschiedlichen Gebieten auskennen - Medizin, Steuerrecht, Förderpolitik, Gesundheitspolitik, Finanzen, Kommunales und Kurortentwicklung sowie Personalwesen. Auf der Wunschliste der Geschäftsführerin standen Chefarzt Dr. Enrico Weidauer, Bürgermeisterin Berit Schiefer, Heike Smolinski von der Erzgebirgssparkasse, der ehemalige Landespolitiker Steffen Flath, Jörg Zimmermann, Landtagsabgeordnete Simone Lang (SPD) und Steuerberater Alexander Lohschmidt.

Um die beiden Letztgenannten entspannen sich in der Sitzung Diskussionen. Unter anderem fanden es die meisten nicht so gut, dass Dieter Winkler, der bereits im Aufsichtsrat sitzt, durch Lohschmidt ersetzt werden soll. Sie setzten sich dafür ein, dass Winkler auch weiterhin Teil des Gremiums ist. Ricarda Lorenz argumentierte zwar, dass damit der Bereich Steuern doppelt besetzt wäre und mit einem zusätzlichen Aufsichtsrat acht statt der gewünschten sieben - ungerade Mitgliederzahlen vermeiden Pattsituationen - Mitglieder das Gremium bilden. Dennoch stimmte eine Mehrheit zusätzlich für Dieter Winkler. Abgelehnt wurde hingegen - zumindest vorerst - Simone Lang. Sie stand auf der Liste, weil die gelernte Krankenschwester unter anderem gesundheitspolitische Sprecherin ihrer Fraktion im Landtag ist. Doch der Thermalbad Wiesenbader Rat hatte Zweifel. Zum einen sei sie im Altkreis Annaberg weniger bekannt. Außerdem wolle man zunächst das Ergebnis der Landtagswahlen abwarten. Nach der Wahl soll das Thema erneut besprochen werden.

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