Ehrenfriedersdorfer feiern ihr Freibad

Vor 80 Jahren wurde die Freizeiteinrichtung eröffnet. Dass es sie heute noch gibt, war nicht immer selbstverständlich.

Ehrenfriedersdorf.

Der Bau des Ehrenfriedersdorfer Freibades war seiner Zeit ein Kraftakt und nur durch die Hilfe vieler Freiwilliger möglich. Viel Aufwand erfordert auch die Erhaltung des Bades. Vor allem nach der Wende hatte der Bestand der Anlage auf Messers Schneide gestanden. Zahlreiche Modernisierungs- und Sanierungsarbeiten waren notwendig. Ein Förderverein hatte sich dann erfolgreich engagiert. Von 2006 bis 2012 wurde das Schwimmbad in Etappen saniert. 900.000 Euro standen zur Verfügung. Am Wochenende ist mit einem zünftigen Sommerfest nun der 80. Geburtstag gefeiert worden.

"Das Bad lässt sich nur mit Zuschüssen erhalten, und wir tun das unter dem Aspekt einer familienfreundlichen Kommune. Außerdem haben die Altvorderen die Anlage unter widrigen Bedingungen gebaut, was ebenso eine Verpflichtung ist, das Bad aufrechtzuerhalten", so Bürgermeisterin Silke Franzl. Sie freute sich, dass Vereine wie unter anderem der BSV, die Angler, Modellbauer, Schachtclub, Kinder- und Jugendverein und die Fußballer halfen, die Geburtstagsfeier mit allem drum und dran abzusichern. Und durchaus stolz sind die Ehrenfriedersdorfer, dass der Sprungturm in seiner Ursprünglichkeit erhalten werden konnte. "Wir waren als Kinder bei Badewetter fast täglich hier, und der Sprung aus fünf Metern war immer eine Mutprobe", erinnerte sich Brigitte Wicklein.


Investitionen sind im Bad mehr oder weniger immer notwendig. "Vor allem auch in die Technik, was niemand sieht", so Silke Franzl. Ein sauberes Wasserareal in allen Belangen liegt den Verantwortlichen am Herzen. "Wir sind jeden Tag vier Stunden mit dem Wassersauger unterwegs", berichtete Andre Pfab. Er ist mit weiteren Helfern vom BSV "Mädchen für alles" im Bad, das sein Wasser aus einem der ältesten Kunstgräben Deutschlands, dem Röhrgraben, erhält. 2020 werden es 35 Jahre, dass sich Pfab für die Anlagen engagiert. Dabei dankt er Egbert Baltrusch, Geschäftsführer der Campingpark Greifensteine GmbH, die das Bad betreibt, für sein Vertrauen. Und der "Allrounder" freut sich, dass zunehmend mehr Kinder und Jugendliche das Schwimmbad nutzen. "Deshalb sind wir immer bestrebt, für Kinder was zu machen", so Pfab.

Beliebt ist dabei das Planschbecken für die jüngsten Besucher. Auch klein Lizzi frönt darin ihrer Badefreuden. "Wir gehören zu den Stammgästen", so Vati Torsten Melzer. Der Ehrenfriedersdorfer lobte die Wasserqualität, die Außenanlagen mit den Spielgelegenheiten und das gute Imbissangebot, bei dem auch die Preise passten. "Außerdem sind immer ausgebildete Rettungsschwimmer hier, was ich sehr wichtig finde", so Melzer.

Der Bau des Bades war 1938 begonnen und im Sommer 1939 beendet worden. Nur kurz vor dem Beginn des Zweiten Weltkrieges. Nicht allen am Bau Beteiligten war es vergönnt, es jemals richtig zu nutzen.

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