Fragezeichen um Toten im Wald

Passanten finden in einem Waldstück zwischen Schwarzbach und Waschleithe einen Mann unter einem gefällten Baum. Für ihn kam jede Hilfe zu spät.

Schwarzbach.

Es sind die Einsätze, die es nicht braucht. Als die Kameraden der Feuerwehren Elterlein und Schwarzbach am Donnerstagabend kurz nach 18 Uhr alarmiert wurden, ging es nicht mehr um Leben retten. Die Person, die die Kameraden bergen mussten, war bereits tot. Wie lange der 67-jährige Mann dort in einem Waldstück zwischen Schwarzbach und Waschleithe schon unter einem Baum begraben lag, ist indes noch völlig unklar. Laut Andrzej Rydzik, stellvertretender Pressesprecher der Polizeidirektion Chemnitz, kommt dafür ein Zeitraum zwischen Dienstag, 1.Oktober, und Donnerstagabend, dem Tag der Deutschen Einheit, in Betracht.

Der Mann, ein Schwarzbacher, ist irgendwann in diesem Zeitraum zu dem Waldstück gefahren, um Bäume zu fällen. "Damit kennt er sich eigentlich aus. Das hat er nicht zum ersten Mal gemacht", sagt Thomas Fritzsch, Gemeindewehrleiter von Elterlein. Irgendetwas muss dieses Mal aber schiefgelaufen sein. Was genau passiert ist, dazu ermittelt die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft, die am Donnerstagabend mit vor Ort waren, so Fritzsch.

Gefunden wurde der 67-Jährige von zwei jungen Männern, die laut Gemeindewehrleiter den Traktor mit Hänger des Verunglückten schon am Mittwoch am Waldrand festgestellt hätten. Als dieser am Donnerstag noch immer dort stand, gingen die beiden Männer in das Waldstück. Dort fanden sie den 67-Jährigen leblos unter einem Baum eingeklemmt. Ein herbeigerufener Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Im Ergebnis der vor Ort durchgeführten Ermittlungen geht die Polizei gegenwärtig davon aus, dass der Mann von dem Baum erschlagen wurde.

Für die zwei Feuerwehren sei es dieses Jahr der erste Einsatz mit einem Toten gewesen. Erschwerend hinzugekommen sei, dass ein Kamerad der Schwarzbacher Wehr mit dem Opfer verwandt ist, so Fritzsch. Auch deshalb habe er das Kriseninterventionsteam angefordert. Sein Beistand bei solchen Einsätzen sei unheimlich wichtig, so Fritzsch.

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