Fuchs oder Wolf - welches Tier war in Schlettau unterwegs?

Vor einigen Wochen tappte ein Tier in eine Fotofalle, die in einem Garten aufgestellt war. Seitdem rätseln die Erzgebirger, was darauf zu sehen ist.

Schlettau.

Der Garten von Familie Theml dient der Erholung. Doch wenn die Sonne untergegangen ist und es dunkel wird, scheinen sich auch Tiere auf dem Gelände wohlzufühlen. Als der Sohn der Themls sich eine Wildkamera kaufte, wurde sie kurzerhand im Garten platziert. Und dann passierte erst einmal nichts. Heimatforscher Dieter Theml löste das Gerät höchstens unbewusst selbst aus. Doch dann eines Tages war plötzlich etwas auf den Bildern zu erkennen. Ein Tier schlich durch den Garten. Immer wieder schauten sich die Themls die Fotos an. War es ein Wolf oder doch nur ein Fuchs? So richtig schlau wurden die Schlettauer aus den Bildern nicht.

Karin Theml tippt auf einen Fuchs. Kurz zuvor hatte sie Blumenzwiebeln für das nächste Frühjahr in ein Hochbeet gesteckt und frische Erde darauf verteilt. "Ich nehme an, dass der Geruch der Erde das Tier angelockt hat." Denn die Blumenzwiebeln waren heraus gewühlt. Ihr Mann ist unentschlossen. Vielleicht war es ja doch der Wolf. Ganz abwegig ist der Verdacht nicht. Beim Vergleich mit anderen Wildkameraaufnahmen tauchen zumindest ähnliche Bilder auf.

Um Licht ins Dunkel zu bringen, schickte "Freie Presse" die Aufnahmen an Experten. Im Naturschutzzentrum Erzgebirge ist man sich ziemlich sicher, dass es kein Wolf ist. Was aber dann? Infrage kommen offenbar mehrere Tiere. Da die Aufnahmen allerdings sehr verpixelt und unscharf sind, sei eine genaue Einschätzung kaum machbar. Ein verwildeter Hund oder ein Fuchs wären möglich, erklärt Ines Schürer. Da die Größe des Tieres auf den Bildern nicht wirklich einschätzbar ist, käme auch ein Goldschakal infrage. Oft sei dieser in der Region aber noch nicht nachgewiesen. Bei der Fachstelle Wolf ist man sich hingegen sicher, dass es ein Fuchs ist. "Merkmale, die darauf hindeuten, sind die lange spitze Schnauze und die geringe Körpergröße", so Sprecherin Vanessa Ludwig. Nichtsdestotrotz seien auch solche Sichtungen wichtig und sollen ins Monitoring aufgenommen werden.

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