Grumbacher Jugendliche putzen ihren Club heraus

Die Mitglieder des Jugendclubs "Blue Moon" haben ihr Domizil im Erbgericht renoviert und saniert. Nicht nur daran zeigt sich, dass der Verein lebt.

Grumbach.

Ein Hirschkopf an der Wand, ein Billardtisch im Raum, ein Ofen und eine Bar - dazwischen Stühle, Sofas und Tische. Wer den Jugendclub "Blue Moon" in Grumbach betritt, der ahnt, dass es sich hier aushalten lässt. "Hier ist eigentlich jeden Tag was los", erzählt Vereinsvorsitzender Nick Weißer. Er ist 19 Jahre alt, führt seit etwa einem Jahr den Club. Schon allein sein Alter zeigt, dass der Jugendclub gut aufgestellt ist. Die rund 20 Mitglieder sind zwischen 17 und 25 Jahre alt - ein Jugendclub also, der seinen Namen verdient hat. "Jeden Tag ist hier was los." Die jungen Leute aus Grumbach und der Umgebung, einige Mitglieder kommen sogar aus Scheibenberg und anderen Orten in der Region, verbringen ihre Zeit gemeinsam. Quatschen, spielen Billard, bereiten das Holz für den Winter vor, teilen ihr Leben.

In den vergangenen Monaten wurde aber vor allem eins: gearbeitet. Denn der Club wurde renoviert. Die Jungs und Mädels haben Wandverkleidungen entfernt, eine Wand rausgerissen, den Ofen versetzt, Wände verputzt, Farbe aufgebracht. "Wir hatten Probleme mit Schimmel", so der Vereinschef. Denn aufgrund der eingezogenen Wand konnten nicht alle Räume richtig beheizt werden. Das hat sich nun geändert. Aus zwei Räumen ist einer geworden. Auch Elektroleitungen wurden erneuert. In der Küche wurde gestrichen. Mehr als drei Monaten arbeiteten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Finanziert wurde das Ganze mit Einnahmen der eigenen Veranstaltungen, Spenden von Unternehmen und auch die Stadt Jöhstadt hat was dazugegeben. Und natürlich war auch viel Eigenleistung dabei. Glücklicherweise engagieren sich verschiedene junge Handwerker im Verein.


Neben den regelmäßigen Treffen in den Räumen des "Blue Moon" -der Name spielt auf den Spitznamen der Grumbacher "Mondputzer" an - stellen die Jugendlichen auch immer wieder Discos auf die Beine. Vor allem die Halloweenparty sei stets gut besucht und der Club gerappelt voll. Die Erzgebirger sind aber auch bei anderen Veranstaltungen dabei, bringen sich im Ort ein. So wollen sie beispielsweise das Gießkannenhäuschen streichen, erzählt Nick Weißer.

Seit fast 20 Jahren hat der Club seine Vereinsräume im Erbgericht. Auch wenn das Vereinsleben zwischendrin schwächelte, so ist es aktuell doch sehr lebendig. Und die Ideen gehen auch nicht aus. Im kommenden Jahr steht das Jubiläum an. Viele der aktuellen Mitglieder kennen sich auch schon aus den Zeiten, bevor sie sich im Jugendclub engagierten. Das ist auch der Grund, warum die Mitglieder nicht nur aus Jöhstadt kommen, sondern zum Teil auch aus anderen Orten anreisen. Eine eingeschworene Gemeinschaft, die dennoch immer offen sei für neue Mitglieder und Gäste.www.facebook.com/pg/JugendclubBlueMoon

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