Jahresende wieder mehr Kurzarbeit registriert

Arbeitslosigkeit steigt im Dezember saison- und pandemiebedingt an

Annaberg-Buchholz.

Die Anzahl der Arbeitslosen im Erzgebirgskreis ist zum Ende des vergangenen Jahres noch einmal angestiegen: 8097 Frauen und Männer waren Ende Dezember arbeitslos gemeldet. Da sind 400 mehr als im November, konstatiert Katrin Steyer von der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Annaberg-Buchholz. In der tritt am heutigen Mittwoch als neuer Geschäftsführer Sven Schulze seinen Dienst an. Er hat die Amtsgeschäfte offiziell zum 1. Januar dieses Jahres übernommen.

Kennzeichnend für die Entwicklung sind aus Sicht von Katrin Steyer sowohl saisonal- als auch pandemiebedingte Arbeitslosmeldungen. "Es mussten sich überwiegend Männer in Außenberufen, wie Hoch- und Tiefbau, Garten- und Landschaftsbau oder auch Forst- und Landwirtschaft arbeitslos melden", bilanziert sie. "Dennoch haben viele Baufirmen ihre Freisetzungen wochenweise nach hinten verschoben und auch der Innenausbau profitiert trotz Pandemiegeschehen von einer guten Auftragslage." Der erneute Lockdown im Dezember habe aber dennoch wieder viele Betriebe erfasst. 620 neue Anzeigen für Kurzarbeit seien im letzten Monat des zu Ende gegangenen Jahres bei der Agentur eingegangen. Davon betroffen seien 4500 Personen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Ein Anstieg um fast 60 Prozent bei den Betroffenen im Vergleich zum Vormonat. Für den weist die Statistik 402 Anzeigen für 2820 Personen aus. Die meisten der Betriebe sind laut Katrin Steyer im verarbeitenden Gewerbe angesiedelt, gefolgt vom Einzelhandel, dem Baubereich und der Gastronomie. Sie sagt: "Mit dem Kurzarbeitergeld konnten wir intensiv gegensteuern und dadurch weitere Entlassungen vermeiden."

Die Arbeitslosenquote hat damit im Dezember wieder etwas erhöht - auf 4,7 Prozent im gesamten Erzgebirgskreis. Beim Blick auf die einzelnen Geschäftsstellen werden jedoch deutliche Unterschiede sichtbar: Zschopau hat mit 4 Prozent die Spitzenposition behalten. Die beiden Geschäftsstellen Stollberg und Marienberg folgen mit 4,3 beziehungsweise 4,4 Prozent. Der Agenturbereich Schwarzenberg und die Hauptagentur in Annaberg-Buchholz liegen im Berichtsmonat gleichauf bei fünf Prozent. Die Auer Arbeitslosenquote liegt mit 5,3 Prozent noch darüber.

30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Testen Sie die digitale Freie Presse unverbindlich.
Erhalten Sie Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de
(inkl. FP+ und E-Paper). (endet automatisch)
 
30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de und E-Paper. (endet automatisch)
Jetzt 0€ statt 20,99 €
00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.