Junge FCE-Fußballerinnen laufen für "Thom hilft"

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Die E-Junioren des FC Erzgebirge Aue dürfen derzeit nicht trainieren. Doch untätig sind die Mädels trotzdem nicht. Ihr Trainer hat sich etwas einfallen lassen, um das Teamgefühl trotz Distanz zu stärken.

Ehrenfriedersdorf/Aue.

In den Sportvereinen herrscht für Amateure und Kinder derzeit erzwungene Ruhe. Kein Training, keine Spiele. So ist das auch bei den Mädels E-Junioren des FC Erzgebirge Aue. Seit vergangenem Jahr werden sie von Patrick Janowitz aus Ehrenfriedersdorf angeleitet, dessen Tochter ebenfalls Teil des Teams ist. Er ist es auch, der trotz der langen Trainingspause seiner Mannschaft, versucht, die Mädchen im Alter zwischen acht und zehn Jahren, weiterhin sportlich zu motivieren. So werden Übungen via Whatsapp geteilt - mal ist Janowitz selbst, mal sind seine Schützlinge aufgerufen, sich etwas auszudenken. Es gehe ums Fithalten, miteinander und füreinander da zu sein, erklärt der 39-Jährige. Würde nichts stattfinden, bestünde die Gefahr, dass Mannschaften auseinanderbröckeln und die Mitglieder nach dem Lockdown vielleicht nicht zurück zu den Vereinen kommen.

Und dann kam ihm noch eine besondere Idee. Schon einmal organisierte der Ehrenfriedersdorfer eine Benefizaktion für "Thom hilft". Dahinter steht Thomas Hähnel aus Jahnsbach, der vor Jahren eine private Spendenaktion für krebskranke Kinder und deren Familien auf die Beine stellte und mittlerweile eine Vielzahl von Unterstützern hat. Da Benefizturniere derzeit aber undenkbar sind, musste eine Alterna-tive her. So beschlossen die E-Junioren für den guten Zweck zu laufen. Jeder für sich und trotzdem für ein gemeinsames Ziel. Einen Monat lang gingen die zwölf Teammitglieder immer wieder an der frischen Luft auf die Strecke. 450 Kilometer konnten am Ende zusammengezählt werden. Die Eltern nach Nachwuchsfußballerinnen wandelten anschließend die sportlich erkämpften Kilometer in Geld um, das wiederum an "Thom hilft" übergeben wurde. Knapp 450 Euro kamen so zusammen.

Janowitz hofft, dass seine Mädels, die aus unterschiedlichen Orten des Erzgebirges kommen, bald wieder auf den Platz können. "Kinder müssen raus." Zudem hofft er, noch mehr fußballbegeisterte Mädchen für sein Team zu finden. Interessenten seien jederzeit willkommen.

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