Messe stellt Bildungswege vor

An mehr als 100 Ständen wurden am Samstag in der Silberlandhalle Berufe vorgestellt. Jennifer Groß ging mit konkreten Fragen hin.

Annaberg-Buchholz.

Die Entscheidung , wohin es nach der schulischen Laufbahn geht, begleitet Jugendliche ihr Leben lang. Am Samstag haben sich junge Erzgebirger bei der diesjährigen Ausbildungsmesse in der Silberlandhalle über ihre Optionen für die Zukunftsplanung informiert. An mehr als 100 Ständen gab es Informationsmaterial, Werbegeschenke und Ansprechpartner für Gespräche über Betriebe, Berufe und die verschiedenen Wege zum Traumjob.

Jennifer Groß aus Königswalde gehörte zu den Besuchern. Die 17-Jährige möchte später als Erzieherin arbeiten und macht deshalb gerade eine Ausbildung zur Sozialassistentin am Institut für Ausbildung Jugendlicher (IAJ) in Annaberg-Buchholz. Die Ausbildungsmesse besucht sie seit vielen Jahren regelmäßig, doch anders als sonst wusste sie diesmal ziemlich genau, wonach sie fragen muss und welche Stände sie besuchen will.

"Ich habe mir die Stände vom IAJ angesehen, um meinen Lehrern 'hallo' zu sagen. Und den Stand der DPFA-Schulen des Bildungszentrums Chemnitz, weil ich dort gern nach meiner Ausbildung noch eine berufsbegleitende Ausbildung zur Erzieherin machen möchte", sagte Groß. Am Stand des Bildungsträgers DPFA, der seinen Sitz für die Region in Chemnitz hat, hat Jennifer Groß mit Marco Reuter gesprochen, dem Bereichsleiter Weiterbildung. Dieser erklärte: Zwar sei es schwierig, für eine berufsbegleitende Ausbildung eine Kindertageseinrichtung zu finden. Doch grundsätzlich ist ein solcher Bildungsweg möglich.

Für ihren Berufswunsch hat Jennifer Groß bereits ein Freiwilliges Soziales Jahr im Kindergarten in Königswalde absolviert. Außerdem will sie im November und kommenden März zwei Kindergartenpraktika machen. Eine der beiden Einrichtungen, die sie ausgesucht hat, ist eine heilpädagogische Kita. Zu ihrer Ausbildung zur Sozialassistentin gehört zudem jeweils ein Praktikum in den Bereichen Altenpflege, Behindertenhilfe sowie Kinder- und Jugendhilfe. An der Ausbildungsmesse gefiel Groß besonders der Kontakt zu den Menschen, die ihr mehr sagten als Broschüren und Internet. Vorher hatte sie sich vor allem über ihre Mutter, die auch Erzieherin ist, über den Beruf informiert.

Auch die Auswahlmöglichkeiten der verschiedenen Berufe auf der Ausbildungsmesse findet sie gut. "Klar gibt es viele technische Berufe, aber das war die Jahre vorher auch schon so. Wir haben in der Region halt auch viele Firmen, die sich vor allem mit Technik beschäftigen."

Weitere auf der Messe vertretene Berufsfelder waren unter anderem Finanzdienstleistung, Gesundheitswesen, Hotelwesen, Transport und Energie.

In den kommenden Wochen wird es noch Ausbildungsmessen in Stollberg am 24. September, in Marienberg am 22. Oktober und in Aue am 12. November geben.

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