Nach Brand bleibt die Ungewissheit

Zwei Scheunen sind auf dem Bauerngut der Thieles abgebrannt. Auch Tage nach dem Unglück ist die Ursache ungeklärt. Spenden sollen nun für eine schnelle Ersthilfe sorgen.

Schlettau.

Die Stimmungslage auf dem Hof der Schlettauer Bauernfamilie Thiele ist gedrückt, dennoch mischt sich nach dem Brand in der Nacht vom 6. auf den 7. Juli auch Kampfgeist. Irgendwie muss es ja weitergehen. Ein Feuer hatte zwei Scheunen komplett zerstört. Den einstigen Vierseitenhof gibt es so nicht mehr. Weit über hundert Jahre bestand das Ensemble. Nun ist alles anders. Knapp hundert Tiere starben in den Flammen oder erstickten im Rauch. Das, was von den Kälbern, Enten, Gänsen, Hasen und Schweinen noch übrig war, ist nun ein Fall für die Tierkörperbeseitigung. Neben den Rindern auf der Weide und jenen, die rechtzeitig aus dem angrenzenden Stall, der nur knapp dem Schicksal der anderen entging, gerettet wurden, laufen derzeit nur ein paar Hühner über den Hof.

Wie hoch der Schaden ist, kann die Familie, die den landwirtschaftlichen Betrieb in der vierten Generation führt, nicht beziffern. Zu den verlorenen Tieren, den niedergebrannten Gebäuden, den Schäden am Wohnhaus, das aber weiterhin bewohnbar ist, kommen noch Werkzeuge, Futter, Heu und Co. "Auch die Werkstatt befand sich in einer der Scheunen", sagt der Schlettauer Feuerwehrchef Heiko Thiele. Ein Großteil seiner Familie, darunter sein Vater und Onkel und Cousin, lebt auf dem Hof. Nun fehlt es an allem - angefangen vom Holzspalter bis zu Hammer und Nägeln.


Versichert war alles. Doch wann die Mittel für den Wiederaufbau bereitstehen, ist ungewiss. Zunächst müsse sich der Gutachter der Versicherung noch ein Bild vor Ort machen. Auch die Polizei hat weitere Ermittlungen angekündigt. Denn die Brandursache ist nach wie vor unklar, teilt Polizeisprecher Andrzej Rydzik mit. "Im Ergebnis der Vor-Ort-Untersuchungen der Experten der Kriminalpolizei ist die Brandursache weiterhin offen. Es bedarf weiterer Ermittlungen, um zu klären, ob dem Brand ein technischer Defekt oder gar Brandstiftung zugrunde liegt." Die Stadt Schlettau und die freiwillige Feuerwehr haben nun einen Spendenaufruf gestartet. Jeder Cent hilft, heißt es.

Bankverbindung: Spendenkonto Thiele Volksbank Erzgebirge (BLZ: 87096214) IBAN: DE47 8709 6214 0021 2625 36 BIC: GENODEF1CH1

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