Nach Brand: Sanierung von Pflegeheim hat begonnen

Bärensteiner übergeben in Vejprty Erlös aus Benefizkonzert

Bärenstein/Vejprty.

Eine sichtlich gerührte Jitka Gavdunová hat am Montagmorgen im Rathaus im tschechischen Vejprty die Spende von 3500 Euro in Form eines symbolischen Schecks aus der deutschen Nachbargemeinde Bärenstein in Empfang genommen. Bürgermeister Silvio Wagner und Pfarrer Kenny Mehnert hatten sich gemeinsam mit Oliver Wünsch vom Kirchenvorstand und Kantor Markus Seidler auf den Weg zur Bürgermeisterin der Nachbargemeinde gemacht, um den Erlös des Benefizkonzertes vom vergangenen Mittwoch zu übergeben. Bei der Veranstaltung hatten die rund 150 Gäste in der Erlöserkirche in Bärenstein insgesamt 3500 Euro gespendet.

Nicht die einzige finanzielle Unterstützung, welche die Stadt nach der verheerenden Brandkatastrophe am 19. Januar [FP+] in einem Pflegeheim für Behinderte erfährt. Die tschechische Landesregierung habe fünf Millionen Kronen Unterstützung zugesagt, der Landkreis noch einmal eine Million Kronen. Zudem habe jeder der überlebenden Bewohner - acht von ihnen waren bei dem Brand ums Leben gekommen - 10.000 Kronen Soforthilfe bekommen, unter anderem für Bekleidung und andere dringend notwendige Dinge des Alltags. Nach ersten Schätzungen geht die Bürgermeisterin davon aus, das für die Sanierung des Gebäudes Kosten von annähernd 15 Millionen Kronen notwendig sind. Allein die Ausstattung des Objektes mit Brandmeldern werde rund zwei Millionen Kronen kosten. Umso mehr ist sie dankbar für jede Unterstützung, die vielfach auch von deutscher Seite komme. "Wir brauchen jetzt jede Krone", sagt sie.

Unterdessen stehe nach der Untersuchung des Objektes durch einen Statiker auch fest, dass die Statik des Gebäudes keine Schäden davongetragen hat, sodass das Haus wieder in Stand gesetzt werden kann. Mit der Sanierung sei auch schon begonnen worden, nachdem zunächst alle vom Brand beschädigten Teile beseitig worden waren. Die Heimbewohner sind vorläufig in anderen Einrichtungen untergebracht, einige davon allerdings nur provisorisch. Jitka Gavdunová hofft, dass die Bauarbeiten bis zum Herbst dieses Jahres abgeschlossen werden und alle Heimbewohner dann wieder zurückkehren können.


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