Neue Trends - nicht nur zur Modenacht

Am Samstag öffnet der neue Salon West im Herzen der Altstadt von Annaberg erstmals seine Türen. Ein sehr individuell gestalteter Ort, an dem sich Kunst und Kultur mit Genuss vereinen sollen.

Annaberg-Buchholz.

Es ist etwas später geworden - genauer gesagt, einen Monat später. Doch am Samstag zur 19. Annaberger Modenacht öffnet nun der neue Salon West erstmals seine Türen für die Öffentlichkeit: ab 16 Uhr für Kaffee-Gäste, am Abend dann zum Sektempfang. Zwei bekannte Gesichter - Künstler Glenn West und Galerist Sven Müller - mit einem bewährten Konzept an einem neuen Ort. Nachdem beide das Atelier West nur wenige Meter weiter an der Kupferstraße aufgegeben hatten, haben sie ihr neues Domizil im sprichwörtlichen ersten Haus am Platz gefunden - in der einstigen Melodie-Bar.

"Der 1. Mai als ursprünglich geplanter Eröffnungstermin war einfach nicht zu halten", erläutert Galerist Sven Müller. Zu viele unerwartete Herausforderungen habe es während des Umbaus gegeben - angefangen bei einem Wasserschaden, der den Beton hatte porös werden lassen, bis hin zur neuen Theke, die nicht durch die Tür gepasst hat und deshalb mittels schwerer Technik durch eines der Fenster gefädelt werden musste. In dieser Woche nun hat der neue Salon mehr und mehr Gestalt angenommen, sodass der eigens dafür neu gegründete Verein auch schon seine erste Sitzung im neuen Domizil abhalten und das erste Bier aus der neuen Theke zapfen konnte.


Dabei bleiben die beiden ihrem bisherigen Erfolgskonzept treu: Sie wollen weiterhin Ungewöhnliches - in Sachen Kunst und Handwerk ebenso wie auf dem Gebiet der Kulinarik. So kommt der Gerstensaft beispielsweise aus der ältesten Klosterbrauerei der Welt, in der schon 1050 der edle Gerstensaft gebraut wurde. Dazu gesellen sich handwerklich gebraute Bierspezialitäten von Alexander Reinsch aus Zöblitz. "Wir wollen ein kleines, aber ausgefallenes Sortiment anbieten - ohne dabei den angestammten Restaurants den Rang ablaufen zu wollen", sagt Sven Müller. Vielmehr soll der Salon ein Ort werden, an dem sich Kunst und Kultur mit Genuss vereinen - ein Treffpunkt für Künstler und Kunstinteressierte, für Kulturschaffende und Kulturgenießer. Das Angebot, dass ihnen offeriert wird, ist vielgestaltig, reicht von regelmäßigen kleinen Ausstellungen, über Lesungen und durchaus auch spontane Musikabende, über Bingorunden und Simultanschach bis hin zu kreativen Workshops, wie es unter anderem beim Märchenfilmfestival Fabulix einen zum Thema Scherenschnitte geben wird. "Wir wollen auch weiterhin jede Zielgruppe ansprechen", sagt Sven Müller. Und Glenn West wird natürlich seiner Kunst treu bleiben - wenn auch im Salon künftig in etwas kleinerem Rahmen.

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