Neuer Platz kostet mehr Geld

Fast 457.000 Euro muss Geyer für einen Abriss und nachfolgende Arbeiten einplanen. Bald ist der "Bayrische Hof" Geschichte.

Geyer.

Die Neugestaltung einer Freifläche am Altmarkt wird für die Stadt Geyer deutlich teurer als geplant. Sie ist notwendig, weil dort zurzeit der einstige "Bayrische Hof" abgerissen wird. Bislang hatte die Stadt für die Arbeiten danach Ausgaben von etwa 136.000 Euro einkalkuliert. Doch das wirtschaftlichste Angebot dafür lag bei 256.000 Euro. Der Rat hat die Auftragsvergabe dennoch beschlossen.

Der Abriss selbst, der schon weit gediehen ist, läuft laut dem stellvertretenden Bürgermeister Benjamin Brunner (FDP/CDU-Fraktion) nach Plan. Es habe keine Überraschungen gegeben, die das Projekt verzögern. Danach soll nahe dem Altmarkt ein Platz mit viel Grün und Sitzmöglichkeiten entstehen. Auch ein Wasserspiel ist nach jetzigem Stand eingeplant. Über manches Detail wird aber erst später entschieden - etwa über den richtigen Standort für die neue Pyramide und die Größe eines gepflasterten Rondells.

Inklusive dem Abriss steigen die Gesamtkosten für das Projekt von 336.000 auf fast 457.000 Euro. Da die Stadt gut 252.000 Euro Zuschüsse erhält, muss sie nun einen Anteil von rund 204.500 Euro aufbringen. Auch das wurde so beschlossen: als geänderte außerplanmäßige Ausgabe im Haushalt. Denn als dieser aufgestellt worden ist, stand noch gar nicht fest, dass der Abriss 2018 erfolgen kann. Geyer war es erst im Herbst gelungen, das Objekt bei einer Zwangsversteigerung zu erwerben.

Den höheren Eigenanteil kann die Stadt laut Kämmerer Steffen Küchler durch vorhandene Mittel und investive Schlüsselzuweisungen des Landes aufbringen. Ohnehin hatte einiges verschoben werden müssen, um das Projekt so schnell zu ermöglichen. Das günstigste von fünf Angeboten für die Freiflächengestaltung, das nun auch bestätigt wurde, hat im Übrigen ein Unternehmen aus Geyer unterbreitet.

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