Oberwiesenthal will 5,3 Millionen Euro investieren

Die Stadt am Fichtelberg hat ehrgeizige Pläne in diesem Jahr - nicht nur auf sportlichem Gebiet. Auch Infrastruktur und Wirtschaft profitieren.

Oberwiesenthal.

Der städtische Haushalt in Oberwiesenthal wird in diesem Jahr bereits von einem sportlichen Großereignis bestimmt, das erst im nächsten Jahr stattfindet: der Weltmeisterschaft der Junioren in den nordischen Skidisziplinen. Insgesamt 5,3 Millionen Euro will der Kurort in diesem Jahr investieren - davon allein 3,7 Millionen in die Vorbereitung des internationalen Großereignisses. Viele der Maßnahmen wirken aber nachhaltig, betont Bürgermeister Mirko Ernst (FDP). "Sie kommen also langfristig gesehen auch den Einheimischen und den Touristen zugute", sagt er und nennt als ein Beispiel Wege und Plätze, die neu gestaltet werden. Große finanzielle Unterstützung erhält die Stadt dabei sowohl vom Land Sachsen als auch vom Erzgebirgskreis.

Dennoch spricht er von einer "Ausnahmesituation", stehen doch neben zahlreichen Bauprojekten auch noch einige andere große Vorhaben im Planentwurf. Unter anderem sollen 100.000 Euro in das Gewerbegebiet bei Niederschlag investiert werden, um einen Breitbandanschluss für die dort ansässigen Unternehmen zu schaffen. Momentan werde dort noch mit dem nicht mehr zeitgemäßen Integrierten Sprach- und Datennetz (ISDN) gearbeitet. "Da muss dringend etwas passieren", argumentiert der Bürgermeister. Bei dem Vorhaben geht die Verwaltung angesichts neuer Sonderprogramme von einer einhundertprozentigen Förderung aus.

Zudem sind nach Angaben von Kämmerin Martina Görlach einige größere Neuanschaffungen geplant. So ist für 262.000 Euro der Kauf eines Loipenspurgerätes vorgesehen. Für 113.000 Euro soll ein Kehr- und Pflegegerät für die Wanderwege angeschafft werden. Den größten Brocken im diesjährigen Investitionsprogramm macht dann aber doch wieder ein Projekt für den Sport aus: 921.000 Euro sind für den Neubau einer Wasserversorgung für die Schanzenanlagen vorgesehen. Der Komplex wird seit Jahren aufwändig saniert.

Um die "Ausnahmesituation" bewältigen zu können, muss die Stadt ihre Liquiditätsreserve angreifen. "Die wird sich bis zum Jahresende auf zirka 279.000 Euro verringern", prognostiziert die Kämmerin und mahnt: "Es wird also in den kommenden Jahren notwendig sein, die Liquiditätsreserve wieder aufzubauen." Vorerst werde aber weniger Geld zur Verfügung stehen, um die notwendigen Eigenmittel für Investitionen freizusetzen.

Umso mehr, das für das nächste Jahr schon das nächste Millionenprojekt ansteht: der erste Abschnitt der Baumaßnahme an der Annaberger Straße - vorausgesetzt, die Fördermittel dafür werden bewilligt. Gegenwärtig kalkuliert die Verwaltung dafür mit 2,1 Millionen Euro. Zur Finanzierung des Vorhabens ist momentan eine Kreditaufnahme in Höhe von 350.000 Euro vorgesehen.

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