Pastorenfamilie bezieht neues Zuhause

Das Personalkarussell in der evangelisch-methodistischen Kirche dreht sich weiter. So ist auch die Wohnung im Pfarramt im Sehmatal nicht lange leer geblieben. Anders sieht es in Grünhain-Beierfeld aus.

Sehmatal.

Lange ist sie nicht leer geblieben, die Wohnung im Pfarramt der evangelisch-methodistischen Kirche im Sehmataler Ortsteil Cranzahl. Die langjährigen Bewohner - Pastor Bernt Förster und seine Familie - sind zwar schon seit einiger Zeit ausgezogen. Offiziell in seinem neuen Gemeindebezirk eingeführt worden ist Bernt Förster aber erst vor knapp zwei Wochen. An diesem Sonntag nun wird in der Kirche in Sehma bereits sein Nachfolger die Amtsgeschäfte übernehmen: Sebastian Mann.

Und er wiederum hat mit seiner Frau und seinen vier Kindern sein neues Zuhause bereits bezogen - auch wenn noch längst nicht alle Umzugskartons geleert sind und alle Utensilien schon ihren neuen Platz gefunden haben.

Wie für seinen Vorgänger Bernt Förster war es auch für Sebastian Mann ein Tapetenwechsel nach acht Jahren Amtszeit. Nach seinem Studium an der Theologischen Hochschule in Reutlingen - rund 30 Kilometer südlich von Stuttgart die einzige Hochschule für künftige Pastoren im deutschsprachigen Raum - wurde er für seine dreijährige Probezeit in den Gemeindebezirk Grünhain-Beierfeld entsandt. Dort blieb er auch nach seiner Probezeit noch fünf Jahre.

Nun also der Umzug nach Cranzahl. Ein Ortswechsel, über den sich der gebürtige Walthersdorfer aus einem Grund besonders gefreut hat: Die Großeltern sind für die vier Sprösslinge im Alter zwischen drei und dreizehn Jahren nicht mehr weit weg. Eine wichtige Stütze für die Familie, zumal auch für seine Frau nun wieder das Berufsleben beginnt. Denn für den Jüngsten hat jetzt in der "Pusteblume" das Abenteuer Kindergarten begonnen. Der Zweitjüngste ist am Wochenende in der christlichen Grundschule "Maria Montessori" Buchholz eingeschult worden, die nun auch seine achtjährige Schwester besucht. Der Große unterdessen konnte in der Jenaplan-Schule in Markersbach bleiben - dank gut funktionierender Bus- und Bahnverbindungen.

Ansonsten aber ist es für die Familie ein kompletter Neuanfang, sagt er. Was er allerdings von seiner neuen Gemeinde mit ihren 345 Mitgliedern schon weiß: Dass es in ihr viele engagierte Menschen gibt - die ihm unter anderem die neue Wohnung "toll vorbereitet" haben.

"Die Gemeinde ist aktiv und präsent", schätzt er ein. Auf alles andere will er sich einlassen - auch auf die Sehmataler: "Einen Plan habe ich nicht. Das würde auch an der Realität vorbeigehen", argumentiert er. Vielmehr ist es ihm wichtig, mit allen Sinnen zu leben und zu erleben - "nicht nur mit dem Kopf und dem Verstand". Er will die Menschen in seiner Gemeinde begleiten und sich an ihre Seite stellen. Am Sonntag wird er von Superintendent Christhard Rüdiger in der Kirche in Sehma offiziell in sein neues Amt eingeführt. Einer der Begleiter in diesem neuen Lebensabschnitt wird ihm Hendrik Walz sein. Der junge Pastor befindet sich gegenwärtig im dritten Jahr seiner Probezeit, die er ebenfalls in den drei Gemeinden im Sehmatal absolviert.

Und die ersten Höhepunkte im Gemeindeleben lassen auch nicht lange auf sich warten: Am 25. August steht in Neudorf ein Gemeindefest auf dem Programm. Parallel dazu gibt es in Cranzahl einen Glaubens- und Gebetstag, der vom Arbeitskreis Geistliche Gemeindeerneuerung organisiert wird.

Der Einführungsgottesdienst für Sebastian Mann in seinem neuen Gemeindebezirk findet am Sonntag in der evangelisch-methodistischen Kirche in Sehma statt. Er beginnt 9.30 Uhr.

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