Scheibenberger ist neuer Chefarzt am Klinikum

In der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin hat es einen personellen Wechsel gegeben. Dr. Ulf Meyer kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück.

Annaberg-Buchholz/Scheibenberg.

Ein Unbekannter ist der neue Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Erzgebirgsklinikum Annaberg-Buchholz (EKA) nicht. Dr. Ulf Meyer kehrt vielmehr zu seinen Wurzeln zurück. Nach seinem Medizinstudium in Leipzig und Stationen in den Kliniken Schöneck im Vogtland und Plauen war er bereits von 1990 bis 2007 am EKA tätig. In Annaberg-Buchholz absolvierte er seine Weiterbildung zum Facharzt der Kinderheilkunde, die er 1994 abschloss. Danach arbeitete er als Facharzt und promovierte 1997 an der Universität Leipzig, bevor er Oberarzt und Vertreter des Chefarztes der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in Annaberg wurde. 2007 wechselte er in das Kreiskrankenhaus Greiz, um dort den Chefarztposten zu übernehmen.

Nun also die Rückkehr. "Ich freue mich sehr", sagt der Scheibenberger, der in seiner Heimatstadt im Stadtrat sitzt und zudem erster stellvertretender Bürgermeister ist. Viele seiner Wegbegleiter seien noch im EKA tätig. "Ich starte also nicht bei Null." Zwar sei die aktuelle Situation aufgrund der Corona-Pandemie nicht gerade einfach, aber alle müssten lernen, damit umzugehen. Die ersten Tage und Wochen in der neuen Funktion werden vom Kennenlernen und Reaktivieren alter Netzwerke bestimmt sein, schätzt der Mediziner ein. Natürlich sei er auch von Beginn an als Arzt gefragt.

Dr. Ulf Meyer ist der Nachfolger von Dr. Jürgen Prager, der mit 69 Jahren in den Ruhestand geht. Letzterer war 24 Jahre lang Chefarzt. In der Klinik werden Kinder und Jugendliche von 0 bis 18 Jahre mit akuten und chronischen Erkrankungen betreut. Das Spektrum der Klinik umfasst unter anderem die Allgemeinpädiatrie, die Neuropädiatrie/Epileptologie sowie Chirurgie im Kindes- und Jugendalter. Zudem werden junge Patienten, die Verhaltens- oder Leistungsschwierigkeiten zeigen beziehungsweise unter psychosomatischen Störungen leiden, von einem interdisziplinären Team betreut.

Gemeinsam mit der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe kümmern sie sich die Mitarbeiter der Klinik zudem um die Neugeborenstation. Wie Ulf Meyer betont, will die Kinderklinik auch weiterhin Ansprechpartner für AD(H)S-Patienten sein.

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