Schönfelder Wäscherei schafft mehr Platz

Bei der Reichel Textilservice GmbH wird gebaut. Mehr als 1000 Quadrat- meter entstehen neu. Die zusätzlichen räumlichen Kapazitäten sind wichtig. Immerhin werden täglich Tonnen schmutziger Wäsche angeliefert, gewaschen und wieder an die Kunden ausgeliefert.

Schönfeld.

Im Zweischichtsystem laufen bei der Textilservice Reichel GmbH in Schönfeld die Waschmaschinen und Mangeln. Elf bis zwölf Tonnen sind es laut Betriebsleiter Veit Franz täglich. Und die Geschäfte laufen gut, sodass sich das Unternehmen nun deutlich vergrößert.

Aktuell sei es ziemlich beengt in der Großwäscherei. "Derzeit ist jeder Quadratzentimeter verplant." Um die Abläufe zu optimieren und vor allem mehr Platz zu schaffen, entsteht ein Anbau. Aktuell sei die Wäscherei etwa 800 Quadratmeter groß. Mit dem Neubau kommen noch mehr als 1000 Quadratmeter dazu, erklärt Franz, der seit Ende vergangenen Jahres Betriebsleiter ist.

Bei der Investition gehe es vor allem um Lagerkapazitäten. Im Produktionsbereich, sprich Waschmaschinen und Co, sei keine große Veränderung geplant. "Über die Jahre ist das Unternehmen aber gewachsen", sagt Veit Franz. Aktuell beschäftigt der Textilservice Reichel 70 Mitarbeiter. Zudem sei man auf der Suche nach weiterem Personal.

Dass die Kapazitäten eingeengt sind, zeigt sich derzeit unter anderem auch daran, dass angelieferte Schmutzwäsche zum Teil im Außenbereich zwischengelagert werden muss. Das werde es künftig nicht mehr geben, so der Betriebsleiter. Neben der Erweiterung des Warenein- und -ausgangsbereiches werden mit der Erweiterung auch neue Büroräume für die Verwaltung entstehen. Einige Anbauten an das Hauptgebäude mussten im Vorfeld abgerissen werden, weshalb die Verwaltung derzeit in einem Ausweichquartier untergebracht ist. Ferner werden Rampen für die Lkw-Beladung gebaut. Des Weiteren entstehen ein Aufenthaltsraum für das Personal und Umkleideräume.

In den vergangenen Wochen ist der Anbau schon deutlich gewachsen. Über die Wintermonate soll der Innenausbau erfolgen. Der Außenbereich werde im Frühjahr, je nachdem, wann es das Wetter zulässt, folgen. Um den vorhandenen Platz optimal nutzen zu können, wird um das Bestandsgebäude herum gebaut. Das, was Vorbeifahrende von der B95 aus sehen, ist also nur ein Teil der eigentlichen Erweiterung.

Doch was wird in der Großwäscherei eigentlich gewaschen? Das Unternehmen ist auf Mietwäsche spezialisiert, erklärt Veit Franz. Das heißt, Hotels, Gaststätten und Co können bei der Firma unter anderem Handtücher, Bettwäsche, Servietten, Tischdecken und Bademäntel mieten. Damit verbunden ist quasi ein Rundum-Service. Denn die Wäscherei holt die schmutzige Wäsche ab und bringt sie frisch gewaschen zurück. Vier Lkw und ein Kleinfahrzeug sorgen dafür, dass die frische Wäsche bei den Kunden ankommt und die schmutzige Wäsche nach Schönfeld geschafft wird. Manche Kunden werden täglich angefahren.

Neben dem Mietwäsche-Service spielen Altenheime eine wichtige Rolle. So wird auch die Kleidung der Bewohner in Schönfeld gewaschen. Damit jeder Kunde das zurückbekommt, was ihm gehört, arbeitet die Firma mit Barcodes in den Wäschestücken. So lässt sich ganz einfach und digital zuordnen, was wohin gehört. Aber nicht alles, was die Wäscherei den rund 100 Kunden, die sie im Erzgebirge und darüber hinaus bedient, ausliefert, findet auch den Weg zurück, um gewaschen zu werden. Bademäntel gehören unter anderem zu den Dingen, die offenbar hin und wieder im Koffer eines Hotelgastes verschwinden. Aber die Masse sei es nicht, so Veit Franz.

2012 kaufte die Wäscherei Reichel aus Dippoldiswalde die Schönfelder Firma. Das Unternehmen, damals noch unter dem Namen Grunzel, hatte zuvor Insolvenz angemeldet.

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