Senkung der Kitagebühren für Gemeinde nicht machbar

Elternbeiträge in Mildenau bleiben auf aktuellem Niveau

Mildenau.

Wer sein Kind in einer Kindereinrichtung in Mildenau betreuen lässt, muss ab dem heutigen 1. August nicht tiefer in die Tasche greifen. Die Elternbeiträge bleiben stabil. Das heißt, dass für eine neunstündige Betreuung in der Krippe 215 Euro verlangt werden. Dieser Betrag gilt für das erste Kind einer "vollständigen Familie", wie es in der Übersicht heißt. Alleinerziehende zahlen 193,50 Euro. Auch im Kindergarten beziehungsweise Hort bleiben die Kitagebühren stabil. Nach wie vor zahlen Eltern 135 Euro für neun Stunden im Kindergarten und 75 Euro für die sechsstündige Betreuung im Hort.

Elternbeiträge sorgen in der Regel in den Stadt- und Gemeinderäten immer für Diskussionen. Lange war beispielsweise wie in Stein gemeißelt, dass die Eltern für eine Betreuung in Krippe und Kindergarten mindestens 20 und maximal 23 beziehungsweise 30 Prozent der Personal- und Sachkosten tragen sollen. Da die Betriebskosten aber in den meisten Fällen von Jahr zu Jahr steigen - veränderte Betreuungsschlüssel, Lohnerhöhungen sowie gestiegene Preise für Energie sind meist die Gründe -, stiegen bisher auch die Elternbeiträge, wenn die Prozentzahlen unterschritten wurden. So kam es auch vor, dass sich Kommunen nicht an die vom Freistaat empfohlene Mindestbeteiligung hielten. Mit der Herabsenkung auf mindestens 15 Prozent bleibt den Gemeinden nun theoretisch mehr Spielraum. Und nicht nur das. Für das Vorschuljahr im Kindergarten und die Hortzeit sind im Kita-Gesetz mittlerweile gar keine Mindestgrenzen mehr angegeben. Das heißt, die Gemeinden könnten auf die Erhebung der Elternbeiträge ganz verzichten.


In Mildenau sei dies aber zum jetzigen Zeitpunkt keine Option, so Bürgermeister Andreas Mauersberger. "Kostenlose Betreuungsplätze sind für uns finanziell nicht machbar", sagt der Ortschef. Immerhin habe die Gemeinde sehr viele Pflichtaufgaben zu erfüllen. Und der Anteil an den Kosten für die Kindertagesstätten, den die Gemeinde zu tragen hat, sei schon jetzt vor allem im Krippenbereich hoch. Beispiel: Ein Vollzeit-Krippenplatz kostet laut der aktuellen Betriebskostenabrechnung mehr als 1100 Euro. Nach Abzug des Elternbeitrages (215 Euro) und des Landeszuschusses (rund 190 Euro) muss die Gemeinde Mildenau je Platz und Monat mehr als 720 Euro aufbringen.

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