Stadt droht mit Ablassen des Mühlteichs

Im Thumer Rathaus zieht man einen drastischen Schritt in Betracht, weil Unbekannte den Teich beschädigen. Nicht der einzige Ärger am Idyll.

Jahnsbach.

Jahrelang mussten die Jahnsbacher nach dem Hochwasserschaden ohne ihren Mühlteich auskommen. Ein Gewässer ohne Wasser: Das könnte im Extremfall bald wieder so sein. Denn an dem beliebten Badeteich machen sich immer wieder Unbekannte zu schaffen. "Im Zweifelsfall lassen wir in Abstimmung mit der Unteren Wasserbehörde das Wasser ab - auch im Sommer. Das ist keine leere Drohung." Das sagte Bauamtschef Carsten Schubert am Mittwochabend in der Thumer Stadtratssitzung. Zu dieser drastischen Ankündigung sieht sich die Verwaltung gezwungen, weil es seit Beginn der Badesaison immer wieder Beschädigungen an Teich und Anlagen gibt. Da wurde der Regelschieber aus Edelstahl für die Wasserzufuhr geklaut, es wurden Steine vom Damm ins Wasser geschmissen und das Trennvlies zwischen Teichgrund und Kiesschicht herausgezogen. Wie die Stadtverwaltung betont, ist der Mühlteich in erster Linie ein Staugewässer. "Wenn wir die damit verbundenen strengen Vorschriften nicht einhalten, bekommen wir Probleme", sagte Carsten Schubert. Sofern die vorsätzlichen Beschädigungen nicht aufhörten, werde man den Teich ablassen, zumal einige Dinge nur so wieder repariert werden könnten. Darauf hatte die Stadt bereits im jüngsten Amtsblatt verwiesen. Und noch eines treibt den Verantwortlichen im Rathaus Sorgenfalten auf die Stirn. Wie Bürgermeister Michael Brändel sagte, werden am Mühlteich trotz Verbots und hoher Waldbrandgefahr Lagerfeuer entfacht, Autos mit heißem Motor im Wald und auf Wiesen abgestellt. "Wenn es einmal anfängt zu brennen, ist bei der Trockenheit nicht viel zu halten", so Brändel. Er kündigte verstärkte Kontrollen in Zusammenarbeit mit Polizei und Forst an.

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