Stein für Stein: Generalüberholung für 500 Jahre alte Stadtmauer

Für den Außenstehenden gleicht es einer Sisyphusarbeit, was Paul Mareck an der Annaberger Stadtmauer im Bereich des Promenadenweges macht. Stein für Stein kämpft sich der 19-jährige von einer Crottendorfer Firma voran, entfernt aus dem Mauerwerk kleine Wurzeln, füllt entstandene Löcher mit neuen Steinen auf und verpresst entstandene Hohlräume mit Beton. Bis Anfang September soll die komplette Stadtmauer unterhalb der neuen Wohnanlage an der Johannisgasse instand gesetzt sein. Die Auftragssumme für die Bauleistungen beträgt 287.000 Euro. Das Vorhaben wird über das Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz" gefördert. Die Stadtmauer war im 16. Jahrhundert errichtet worden und umschloss die Stadt einst auf einer Länge von 2,5 Kilometern. Über fünf Tore und zwei Pforten konnte das Stadtgebiet betreten und verlassen werden. 19 Wehrtürme und ein Graben vervollständigten das Bauwerk. In späteren Jahrhunderten büßte die Mauer ihre Schutzfunktion nach und nach ein. (tw)

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