Suche nach Alfred endet tragisch

Mehr als zwei Wochen hat Toni Kunz nach seinem Hund gesucht. Nun steht fest: Das Tier ist tot. Was ist geschehen?

Ehrenfriedersdorf/Burkhardtsdorf.

Toni Kunz kann es noch immer nicht richtig glauben. Sein geliebter Hund Alfred ist tot. In dieser Woche bekam der Burkhardtsdorfer Gewissheit, nachdem er wochenlang Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt hatte, um den Mischlingsrüden zu finden.

Das Tier war am 19. September vom Gelände des Technischen Hilfswerks in Ehrenfriedersdorf verschwunden. Vermutlich war Alfred unter dem Tor oder Zaun durchgekrochen. Schon kurz darauf begann die Suchaktion. Der 30-Jährige sowie befreundete Hundebesitzer durchkämmten die Gegend. Da wurde Alfred auch zum letzten Mal gesehen, konnte allerdings nicht eingefangen werden. Danach verlor sich jede Spur. Anzeigen, Suchaktionen, Aufrufe im Internet und mit Flyern ... - der Erzgebirger ließ nichts unversucht, um Alfred wiederzufinden. Er gab die Hoffnung einfach nicht auf.

Umso größer ist nun die Trauer über den Verlust. Bereits am Montag entdeckte ein Traktorfahrer in der Nähe von Ehrenfriedersdorf einen toten Hund im Straßengraben. Schnell erreichte die Nachricht Toni Kunz. Vor Ort bestätigte sich die Befürchtung, es war tatsächlich Alfred. Kunz vermutet, dass er von einem Unbekannten angefahren wurde. Aufgrund des Zustandes des Körpers glaubt Toni Kunz, dass sein Hund zum Zeitpunkt des Auffindens schon mehrere Tage tot gewesen sein muss. Er barg das Tier und beerdigte es im Garten. Die vergangenen Wochen seien schwer gewesen, vor allem die Ungewissheit quälte ihn. "Nun habe ich Gewissheit", so Kunz.

Ganz geklärt ist die Sache für ihn allerdings noch nicht. Vor allem die Tatsache, dass er und seine Freunde auch in dem Bereich, wo Alfred schließlich gefunden wurde, erst kurz zuvor gesucht haben, ihn dabei aber nicht entdeckt haben, findet er merkwürdig. Vielleicht wurde Alfred auch an einer anderen Stelle überfahren und dann dort abgelegt? Toni Kunz hält es nicht für ganz ausgeschlossen. Ob er sich in Zukunft wieder einen Hund zulegen wird, ist noch offen. "Ich muss das erst einmal verarbeiten."

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