Textilveredlung will Millionen investieren

Die Cranzahler Firma plant den Neubau einer Halle. Auch eine moderne Abluftreinigungsanlage soll installiert werden. Damit könnte ein leidiges Problem bald Geschichte sein.

Sehmatal.

Die Textilveredlung Erzgebirge GmbH & Co. KG plant an ihrem Standort in Cranzahl eine Modernisierung beziehungsweise Erweiterung. Die momentan noch vage Kostenplanung für das Vorhaben sieht laut Geschäftsführer Torsten Schadenberg eine Summe von circa 5 Millionen Euro vor.

"Wenn investiert wird, dann heißt das für mich, dass der Standort weiter gesichert ist." Mit diesen Worten kommentierte Sehmatals Bürgermeister Andreas Schmiedel während der jüngsten Gemeinderatssitzung die Ausführungen von Schadenberg. Seine Erläuterungen sollten dem Gemeinderat einen Überblick über die Maßnahmen geben, die die Textilveredlung angehen möchte. Daran anknüpfend musste der Rat entscheiden, ob er dazu das gemeindliche Einvernehmen erteilt - also quasi das Einverständnis der Gemeinde zu dem Bauvorhaben. Das ist einstimmig passiert. Über den Bauantrag selbst, was im Prinzip der nächste Schritt wäre, entscheidet jedoch das Landratsamt.

Kern der anstehenden Arbeiten ist laut Schadenberg der Bau einer neuen eingeschossigen und etwa sieben Meter hohen Produktionshalle. Ihre Fläche soll bei 1800 Quadratmeter liegen. Sie soll in etwa mittig auf dem jetzigen Areal entstehen. Dafür müssten einige dort momentan noch vorhandene alte Bauten verschwinden. Auch soll im Zuge dieser Investition eine neue Abluftreinigungsanlage installiert werden. Diese arbeite künftig nur noch mit einem Schornstein. Im Moment gebe es davon noch drei mit Höhen zwischen 12 und 25 Metern. Der eine neue Schornstein soll Stand jetzt eine Höhe von 35 Metern aufweisen. "Dadurch ist es möglich, die Abluft in höhere Luftschichten zu bekommen, sodass sie aus dem Sehmatal weggetragen werden kann", erklärte der Geschäftsführer. Damit soll es nicht mehr vorkommen, dass die Abluftschwaden durch den Ort ziehen.

Da das Unternehmen mit der ganzen Genehmigungsplanung erst am Anfang steht, will sich Torsten Schadenberg noch nicht zu einem konkreten Baubeginn äußern. "Wir würden aber schon gern 2020 beginnen."

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