Unterrichtsstunde mit viel Energie

Brennstoffzelle und Hybridantrieb statt Goethe und Schiller. Deutsch mal anders gestern in Oberwiesenthal.

Oberwiesenthal.

Die großen Dichterfürsten hatten am gestrigen Mittwoch im Deutschunterricht der Neuntklässler der Eliteschule des Wintersports in Oberwiesenthal keine Chance. Statt in ihre großen Werke schauten die Mädchen und Jungen lieber in das Innere eines BMW 3 mit Hybrid-Synchronmotor. Eine ungewöhnliche Unterrichtsstunde im Rahmen des Projektes Zeitung im Unterricht der "Freien Presse" - ermöglicht durch Projektpartner Envia. Dessen langjähriger und mittlerweile pensionierte Mitarbeiter Lutz Richter hat die Oberwiesenthaler mit einem Elektroauto besucht und mit ihnen über das Thema Elektromobilität diskutiert.

Neben aktuellen Zahlen und Fakten dazu erfuhren die Jugendlichen dabei unter anderem auch, dass die Anfänge der heutigen Elektromobilität durchaus schon bis in die Anfänge des 19. Jahrhundertes zurückreichen, wenngleich die Autos damals noch mit Bleiakkus unterwegs waren. Mittlerweile sind sie von Elektromotoren und Brennstoffzellen beispielsweise abgelöst.


Themen, die insbesondere für sechs Jungs in der Klasse keineswegs Neuland sind. Schon seit Januar beschäftigen sie sich im Rahmen eines anderen Projektes erfolgreich mit dem Thema Brennstoffzellenantrieb. Und so wurde - einschließlich Deutsch- und Sportlehrer Uwe Meyer - gestern intensiv über Vor- und Nachteile der neuen Antriebsmöglichkeiten gesprochen: unter anderem über die nach wie vor zu hohen Anschaffungskosten und zu langen Ladezeiten, über zu geringe Reichweiten und unterschiedliche Bezahlsysteme - Faktoren, die Elektromobile momentan für die hiesige Region noch wenig alltagstauglich machen.

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