Wasser marsch auf neuem Spielplatz

Die Vorschulkinder aus Königswalde durften als erste das neu gestaltete Areal nutzen. Die Klassiker hatten dabei aber kaum eine Chance.

Königswalde.

Rutsche, Schaukel, Kletterpyramide, Sandkasten, Seilbahn - alles kalter Kaffee beziehungsweise kalter Kakao. Stattdessen hatten die Mädchen und Jungen aus der Vorschulgruppe in Königswalde bei der offiziellen Übergabe des neuen Spielgeländes am gestrigen Mittwoch ihren Favoriten schnell ausgemacht: der kleine Wasserspielplatz. Da blieben Schuhe und Strümpfe nicht lange an den Füßen - zur Freude aller Beteiligten.

Denn mit der Übergabe des neu gestalteten Geländes ist ein langwieriger Prozess zu Ende gegangen, berichtet Landschaftsarchitektin Franziska Nestler aus Annaberg-Buchholz, die für die Planung verantwortlich zeichnet. Im Frühjahr 2017 habe es die ersten Gespräche gegeben, etwa ein Jahr später sei dann der Bauauftrag ausgelöst worden. Dabei sei vieles komplett neu gestaltet worden - wie zum Beispiel die Seilbahn. Die hatte es zwar schon auf der alten Anlage gegeben. Sie musste aber aus Sicherheitsgründen gesperrt werden, erläutert Bürgermeister Ronny Wähner (CDU). Manches alte Spielgerät, wie beispielsweise die Kletterpyramide, sei aber auch erhalten worden. Neben den Spielgeräten und viel Grün gibt es zudem noch einen gepflasterten Weg, der zum Beispiel als Rollerstrecke oder für Fahrten mit dem Bobby-Car genutzt werden kann. Und auch an Bänke für Eltern und Großeltern hat die Planerin gedacht. Auf eine Besonderheit macht Ronny Seifert von der bauausführenden Landschaftsgestaltungsfirma aus Annaberg-Buchholz aufmerksam: Im Sandkasten sind noch 40 bis 50 Figuren versteckt, die auf ihre Entdeckung warten.


Etwa ein Jahr hat dann der eigentliche Bau gedauert, berichtet Ronny Wähner. Denn ausgerechnet der besondere Anziehungspunkt - der Wasserspielplatz - sei nicht mehr rechtzeitig vor dem Winter fertig geworden. Umso mehr freut er sich, dass der einzige Spielplatz in der Gemeinde nun wieder für die Mädchen und Jungen zur Verfügung steht. Allerdings ist die Nutzung klar geregelt: Täglich von 8 bis 18 Uhr steht das Tor des umzäunten Geländes offen. Damit soll laut Bürgermeister zum einen unbefugter Nutzung, aber vor allem Vandalismus vorgebeugt werden. Zum anderen soll so auch die Lärmbelästigung für die Anwohner in Grenzen gehalten werden.

180.000 Euro hat die Gemeinde in die neue Spielfläche für ihre Jüngsten investiert. Finanzielle Unterstützung hat sie dabei vom Verein Annaberger Land erhalten, der aus dem aktuellen Leader-Programm einen Zuschuss in Höhe von 75 Prozent gewährt hat.

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