Weihnachtsfest mit Vorfreude auf einen leichteren Alltag

Für Familie Krauß in Crottendorf geht angesichts einer Ausnahmesituation ein schwieriges Jahr zu Ende. 2020 beginnt für sie dank der Spendenbereitschaft bei "Leser helfen" mit mehr Zuversicht.

Crottendorf.

Der Alltag ist wie bei den meisten Familien durchgetaktet. Daher freuen sich Silke und Helge Krauß mit ihrem Sohn Julian auf ein schönes Weihnachtsfest. "Es wird sicher ganz ruhig in Familie", sagt die Crottendorferin. Für sie und ihren Mann geht ein sehr schwieriges Jahr zu Ende. Sie leben mit ihrem schwerstbehinderten Kind in einem baufälligen Haus, können einen geplanten behindertengerechten Umbau des Erdgeschosses mit viel Eigenleistung aber nicht mehr stemmen. Denn Helge Krauß erhielt in diesem Jahr die Diagnose Darmkrebs, wurde operiert. Die Chemotherapie dauert noch an.

Angesichts dieser Notlage sind innerhalb der Aktion "Leser helfen" der "Freien Presse" schon mehrere zehntausend Euro für die Familie gespendet worden. Eine Hilfsbereitschaft, die Silke Krauß sprachlos macht. Sie und ihre Familie könnten allen Unterstützern nur danken, sagt sie. Das Geld soll helfen, die schwierige Wohnsituation der Drei zu ändern, die derzeit vor allem im Obergeschoss leben. So dient das kleine Wohnzimmer dort auch als Schlafraum für Silke und Julian Krauß. Angesichts eines fehlenden behindertengerechten Bades ist es zudem nicht möglich, den Jungen einmal in die Wanne zu legen, was er sehr genießen würde. Er kann nur mithilfe einer Schüssel gewaschen werden. Etwas, das sich ändern soll.

Der Alltag der Familie ist indes schon seit dieser Woche etwas leichter geworden. Seitdem kann Julian, der im Juli 2007 viel zu früh in der 23. Schwangerschaftswoche auf die Welt gekommen ist, einen neuen von der Krankenkasse bewilligten Rollstuhl nutzen. Dieser ermöglicht es, dass er von einem Fahrdienst zu seiner Schule nach Kleinrückerswalde gebracht und von dort abgeholt wird. Durch den alten Rollstuhl war das nicht mehr machbar, da dieser im Auto nicht befestigt werden konnte. Silke Krauß musste ihren Sohn selbst zur Schule bringen und wieder abholen, ihn dafür in seinen Autositz heben, was schwer ist. Nun fällt das weg und die berufstätige Mutter hat auch wieder mehr Zeit, um Alltägliches zu erledigen. Denn wenn Julian zu Hause ist, braucht er die volle Aufmerksamkeit.

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