Zwei Erzgebirger und der "Wind of Change"

Der Sänger Max Gebhart sowie Produzent und DJ Martin Bonitz waren im Tonstudio. Herausgekommen ist eine neue Version eines Klassikers.

Annaberg-Buchholz.

Es ist genau 30 Jahre her, als die Scorpions ihr Album "Crazy World" veröffentlichten. Darauf war auch ein Song, der bis heute als Hymne der Wende gefeiert wird - "Wind of Change". Ein Lied, das Martin Bonitz, der in der Musikszene eher unter seinem Künstlernamen Martinbepunkt bekannt ist, schon immer gefallen hat, wie der Annaberg-Buchholzer erzählt. Und da der DJ und Produzent immer auf der Suche nach Songs ist, die er remixen kann, kam ihn Anfang des Jahres eben mal wieder "Wind of Change" unter. "Da gibt es eine Stelle im Lied, in der die Stimme wie die von Max klingt." Mit Max Gebhart hat Bonitz schon oft zusammengearbeitet, zum Beispiel für das Leonard-Cohen-Cover von "Hallelujah". Dafür sang er im Duett mit seinem Vater Falk Engert alias Engel B. Nun also "Wind of Change".

"Der Song ist mega", sagt Bonitz. Außerdem passe er gut in die aktuelle Zeit. Wie 1990 verändere sich gerade sehr viel in der Welt - eben der Wind der Veränderung. Als die Idee zu der Zusammenarbeit aufkam, spielte das noch keine zentrale Rolle. Es war Februar und das Virus im Bewusstsein der Deutschen noch nicht allgegenwärtig. Wie gut "Wind of Change" in die Zeit passt, haben die beiden erst gemerkt, als sie bereits an dem Song arbeiteten. Eingesungen hat Max Gebhart das Lied im Studio seines Mitstreiters. "Max konnte zeigen, was er alles drauf hat", sagt Martinbepunkt. Herausgekommen ist eine elektronische und sehr tanzbare Version des Scorpion-Klassikers.

Veröffentlicht wurde der Song vor Kurzem unter anderem bei Youtube. Und auch im Radio, zum Beispiel beim Top-100-Stream von Ballermann-Radio, ist das Lied dabei. Es wird nicht die letzte Zusammenarbeit der beiden Erzgebirger gewesen sein. Schon bald wollen sie wieder ins Studio gehen. So viel vorab: Auch dieses Lied werden viele noch aus ihrer Jugend kennen. Doch statt zwei Leuten stand damals eine sehr bekannte Großfamilie im Mittelpunkt.

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