Zwönitzer erzählt erzgebirgische Familiensaga

Jens Hahn schreibt Geschichte der Bewohner des Zechenhaus auf

Zwönitz.

Es passt zum Vorhaben, das Zechenhaus am Reichenbach-Stolln wieder aufzubauen: Der Autor Jens Hahn erzählt in seinem neuesten Werk, dem ersten Teil von "Wächter des Berges", in Romanform die Geschichte der Bewohner dieses Hauses. "Das Buch ist ähnlich geschrieben wie einst Pechmännels Rache", erklärt Hahn, der 1999 mit dem Schreiben angefangen hat. "Wenn man die Stunden zusammenrechnet, die ich bisher in Archiven gesessen habe, ob in Chemnitz, Dresden oder Freiberg, dann kommt man auf rund drei Arbeitsjahre."

In seinen Büchern geht es immer auch um das Thema Bergbau. Das aktuelle Werk hat Bezug zu seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Vorsitzender der IG Historischer Erzbergbau Lößnitz. Der Verein will das Zechenhaus am Reichenbach-Stolln im Kuttengrund zwischen Aue und Lößnitz neu errichten.


Was das Buch angeht, so erzählt Jens Hahn zum Inhalt: "Die Geschichte beginnt im Jahr 1812 mit der Geburt des Protagonisten, dem ersten Hutmann Carl August Gläser. Aufgewachsen ist er in Dörfel bei Annaberg als unehelicher Sohn eines nervengeschädigten Vaters. Als kleiner Junge ist er zu seiner leiblichen Mutter nach Schwarzenberg gezogen, später der Arbeit wegen nach Crandorf, wo er als Wald- und Erdarbeiter tätig gewesen ist."

Unter anderem habe er beim Hüttenbau der Antonshütte mitgewirkt. Nach der Fertigstellung hat Carl August Gläser eine Lehre als Bergknecht begonnen. Im Jahr 1833 heiratete er Caroline Friederike Schuster, die älteste Tochter seines Mentors. Mit ihr hatte er sieben Kinder. Sein Traum ist es immer gewesen, in ein Zechenhaus einzuziehen. Die ganze Geschichte dahinter erzählt Hahn in seinem 304-Seiten umfassenden Roman.

Premiere hat des neue Buch von Jens Hahn am Donnerstag in der Stadtbibliothek Lößnitz. Beginn: 17 Uhrim Bürgerhaus am Markt.

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