Agentur registriert mehr Arbeitslose

7200 Menschen sind im Erzgebirgskreis Ende 2019 ohne Beschäftigung gewesen. Die Zunahme um rund 300 wird als saisonbedingte Entwicklung angesehen.

Aue/Schwarzenberg.

Die Arbeitslosigkeit ist zum Ende des vergangenen Jahres im Erzgebirgskreis noch einmal gestiegen. Insgesamt waren nach Angaben von Nino Sciretta, Leiter der Agentur für Arbeit in Annaberg-Buchholz, Ende Dezember rund 7200 Leute in der hiesigen Region ohne Arbeit. Das sind 300 mehr als noch im November. Die Arbeitslosenquote ist damit auf 4,1 Prozent gestiegen.

Der Agenturchef nennt diese Entwicklung saisonbedingt. "Betroffen sind überwiegend Männer in Außenberufen. So kam über ein Drittel aller Arbeitslosmeldungen aus Hoch- und Tiefbauberufen, dem Innenausbau sowie Verkehr- und Logistikberufen", erläutert Sciretta. Und er rechnet - auch mit Blick auf die Entwicklung der zurückliegenden Jahre - in den kommenden Monaten mit weiteren Freisetzungen in diesen Berufsgruppen.

Unterdessen führt Zschopau nach wie vor die Statistik innerhalb des Agenturbezirks an. Mit 3,4 Prozent weist diese Geschäftsstelle die beste Arbeitslosenquote zum Ende des Jahres 2019 aus. Die Region Stollberg schließt mit 3,6 Prozent und Marienberg mit 3,9 Prozent auf. Im Bereich der Hauptagentur Annaberg-Buchholz liegt die aktuelle Quote bei 4,4 Prozent, im Auer Gebiet bei 4,6 Prozent und im Schwarzenberger bei 4,7 Prozent. Aue konnte dabei laut Nino Sciretta aber den stärksten Rückgang bezogen auf die Gesamtanzahl an Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr für sich verbuchen. Er liegt bei 14,4 Prozent.

Für eine mögliche Zeit der Arbeitslosigkeit hat der Agenturchef aber auch einen Tipp parat: "Wer auf der Suche nach einem Job ist, sollte den Blick nach vorn richten. Die eigene Qualifikation ist dabei das A und O." Die Agentur für Arbeit unterstütze mit verschiedenen Fördermöglichkeiten das Vorhaben, berufliche Kenntnisse zu erweitern oder aufzufrischen. Ein Angebot, dass sich in dieser Zeit unter anderem speziell an Betriebe des Baugewerbes, des Dachdeckerhandwerks sowie des Garten- und Landschaftsbaus richtet. Für sie besteht laut Sciretta noch bis Ende März die Möglichkeit, Saison-Kurzarbeitergeld in Anspruch zu nehmen. "Während dieser Zeit unterstützen wir die Weiterbildung von Beschäftigten und übernehmen die entstehenden Weiterbildungskosten zu 100 Prozent", sagt der Agenturchef.


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