Altlast unter Parkplatz - Stadt schaltet Landkreis ein

Laut Bodenanalyse ist auf früherem Gießereigelände eine Sanierung notwendig

Schwarzenberg.

Das Material, mit dem ein überwölbter Kanal auf dem Gelände der einstigen Eisengießerei Schwarzenberg abgedeckt war, ist zumindest teilweise entsorgungspflichtiger Abfall. "Das Ergebnis der von uns veranlassten Untersuchung der Bodenproben durch die Firma Artec aus Lößnitz liegt vor", sagte die Schwarzenberger Hauptamtsleiterin Sylvia Mack gestern. "Uns wird empfohlen, vor Planung einer Sanierungsvariante das Umweltamt des Erzgebirgskreises zu informieren."

Nachdem auf der zum Parken genutzten Fläche eine Einbruchstelle sichtbar geworden war, hatte die Stadt - seit 2010 Eigentümerin des Grundstücks neben dem Finanzamt - als Sofortmaßnahme Absperrgitter aufstellen lassen. Im Auftrag der Stadt legte eine Baufirma die Einbruchstelle frei, im weiteren Verlauf einen etwa 30 Meter langen Kanal bis zum Hang am Schwarzwasser. Der Aushub besteht unter anderem aus Gießereisand und Schlacke, was den Altlastenverdacht begründete.

Noch in dieser Woche soll das Landratsamt alle den Vorgang betreffenden Unterlagen sowie das Ergebnis der Bodenuntersuchung erhalten. "Es ist davon auszugehen, dass das Umweltamt weitere Schritte zur Sanierung oder mögliche Varianten festlegt oder mit uns erörtert", so Mack. "Laut Artec könnte es sein, dass eine ergänzende Bodenuntersuchung erforderlich ist und durch das Landratsamt festgelegt wird."

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