Auer Veilchen lösen Geburtstagsgeschenk ein

Große Aufregung herrschte gestern in der Brünlasbergschule für geistig Behinderte. Der Grund: Profifußballer des FC Erzgebirge waren zu Gast. Und sie haben sich für die Mädchen und Jungen viel Zeit genommen.

Aue.

Jede Menge Sonne, Sportprominenz und Spiel-Spaß hat es gestern für die Mädchen und Jungen der Förderschule für geistig und körperlich behinderte Jugendliche Aue-Brünlasberg gegeben. Am Vormittag saßen Louis Samson, Fabio Kaufmann und Philipp Riese vom Fußball-Zweitligisten FC Erzgebirge Aue im Garten der Bildungseinrichtung und schrieben Autogrammkarten im Sekundentakt. Wenig später kamen noch Cheftrainer Pavel Dotchev und Werner Schoupa hinzu.

Der Fitnessbeauftragte aktivierte sogleich den natürlichen Bewegungsdrang der Schüler und konnte sie bei Ballspielen schnell für den Sport begeistern: Binnen kurzer Zeit tummelte sich die ganze Schulmannschaft auf dem Rasen und übte sich in lustigen Geschicklichkeitsspielen.

Der Besuch war ein zwar verspätetes, dafür umso beeindruckenderes Geburtstagsgeschenk. Denn eigentlich wollten die Veilchenvertreter bereits im Mai auf den Brünlasberg kommen, als die Einrichtung das 25. Jahr ihres Bestehens beging. Dann aber kamen der Aufstieg in die 2. Bundesliga und die damit einhergehenden Änderungen im Trainingsplan dazwischen: Die Kicker fuhren damals ins Trainingslager nach Mallorca. Also wurde der Termin kurzerhand ins neue Schuljahr verschoben und gestern eingelöst.

Die meisten der sogenannten G-Schüler vom Brünlasberg sind absolute Fußballfans und viele von ihnen bei jedem Heimspiel dabei. Allein deshalb wollten sich die Spieler einmal persönlich bei diesen Fans für ihre Treue bedanken. Die Jugendlichen nahmen das gestern cool und empfingen ihre Idole im Chor mit dem Zeichen der gekreuzten Hämmer - eine anrührende Szene. Danach gingen Autogrammfotos, Mannschaftsposter und andere Fanartikel weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln, und so manches T-Shirt ziert jetzt die schwungvolle Handschrift eines Veilchens.

Cheftrainer Pavel Dotchev lernte durch den Besuch auch wieder etwas Neues von Aue kennen. "Ich wusste bisher ja gar nicht, dass es eine solche Schule hier gibt", erklärte er den Lehrern und widmete sich dann sehr einfühlsam dem gemeinsamen Ballspiel auf dem Rasen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...