Autofahrer klagen über Super-Stau in Aue

Gleich drei Baustellen in der Stadt bremsen den Verkehr derzeit massiv aus. Schnelle Besserung ist jedoch nicht in Sicht.

Aue.

So schlimm war es in Aue lange Zeit nicht mehr: Im Zentrum bildete sich gestern Morgen ein kilometerlanger Stau. Im Bereich zwischen McDonalds-Kreuzung und Amtsgericht ging es gegen 8 Uhr nur im Schritttempo voran.

Es soll zu Wartezeiten von bis zu 45 Minuten gekommen sein. Das berichteten mehrere Autofahrer, die von einem Super-Stau sprachen - darunter auch Gerd Lenk, der von Neudörfel in Richtung Autobahn 72 unterwegs war. "Das vor Weihnachten, das kann nicht wahr sein", kritisierte er. "Im Bereich der Bahnhofsbrücke verlor ich die Nerven und wendete." Über einen Umweg nach Bad Schlema und Hartenstein habe er sich schließlich auf die Autobahn "retten" können, erzählte er.

Bereits am Dienstag hatte im Zentrum der Verkehr geklumpt. Schuld sind zwei neue Baustellen. Seit kurzem ist die bei Autofahrern beliebte Abkürzung in Richtung Autobahn über Alberoda dicht. Im Bereich der Erdmann-Kircheis-Straße 5 wird eine Gasleitung verlegt. Und: Die Schlemaer Straße ist für den Breitbandausbau im Abschnitt zwischen Schillerstraße und Wehrstraße bis 21. Dezember voll gesperrt.

Weil auch weiter im Bereich der McDonalds-Kreuzung an der Dr.-Otto-Nuschke-Straße gebaut wird und der Verkehr aus Richtung Schwarzenberg durchs Auer Zentrum fließt, kommt das Straßennetz im Bereich von Innenstadt und Zeller Berg zu Stoßzeiten nun an seine Kapazitätsgrenzen. Gert Lenk dazu: "Wieso hat man mit den Bauarbeiten an der Erdmann-Kircheis-Straße nicht gewartet, bis die Dr.-Otto-Nuschke-Straße wieder frei ist?"

Lutz Nauke, im Auer Ordnungsamt für Umleitungen zuständig, ist die Sache selbst unangenehm: "Der Frust bei den Leuten ist groß. Das kann ich verstehen." Er sagt aber auch: Schuld für die Verkehrsprobleme sei die Baustelle an der Dr.-Otto-Nuschke-Straße. "Die sollte eigentlich längst fertig sein. Es sind drei, vier Wochen an Verzögerungen aufgetreten." Laut Landesstraßenbauamt als Bauherr ist daran auch die Telekom nicht schuldlos, die dort Arbeiten durchführt, die sie zunächst nicht angemeldet hatten.

Mit den Arbeiten an der Erdmann-Kircheis-Straße hat man laut Lutz Nauke bereits vor 14 Tagen beginnen wollen. "Jetzt konnten wir nicht mehr länger warten", sagt er. Eine halbseitige Öffnung sei wegen des Gashauptanschlusses, der sich genau in der Straßenmitte befindet, nicht möglich. Für Autofahrer hat er deshalb keine guten Neuigkeiten: Die Lage bleibe die kommenden Tage angespannt. Erst Mitte nächster Woche soll die Abkürzung über Alberoda voraussichtlich wieder frei sein, die McDonalds-Kreuzung wohl erst Ende nächster Woche.

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1Kommentare
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  • 1
    0
    OMMI67
    07.12.2018

    Sind diese Zustände nun planungstechnisches Unvermögen oder Berechnung?
    Die Spritpreise sind hoch,Umweltbelastung ist in diesen Fällen egal.Hauptsache die im Benzinpreis enthalten Steuern fließen in die Kassen der Steuerverschwender.
    In Kirchberg sind die Zustände noch schlimmer.Hier gibt es mehr Chaos und unsinnige Bauplanungen wie in einem Entwicklungsland.Man weis nie wie man nach der Arbeit nach Hause kommt.Jeden Tag eine neue Überraschung.
    Von einem hochentwickeltem Industrieland ist zur Zeit nichts zu spüren.



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