Badegärten-Chef plant nächsten Schritt zum Urlaubsparadies

Die Hotels in Eibenstock sind meist ausgebucht. Damit mehr Gäste eine Unterkunft finden, haben sich die Badegärten in Eibenstock für eine große Investition entschieden.

Eibenstock.

Auf dem Gelände der Badegärten in Eibenstock dreht sich ein Baukran. Direkt am Badesee der Saunalandschaft entstehen zwei Ferienhäuser. Es sind Blockhütten im traditionellen Stil der russischen Holzbaukunst. "Die Teile dafür werden in Russland vorgefertigt und hier zusammengebaut", erklärt Hendrik Pötter, Geschäftsführer der Badegärten in Eibenstock.

Insgesamt sollen um den Badesee herum vier solcher Häuser sowie ein weiteres schmales Gebäude entstehen, das Pötter deshalb als "Mühle" bezeichnet. Als Holz verwendet wird dafür sibirische Kiefer, die besonders haltbar ist. Eines der beiden bereits stehenden Häuser bekommt ein steiles Dach, das andere wird begrünt. Alles soll sich in die vorhandene Saunalandschaft einpassen. Kosten insgesamt: 750.000 Euro. Besonders aufwendig beim Bau sind die Stahlkonstruktionen, die in den See gegründet wurden. Auf diesen - also quasi im See - stehen die Häuser. Sie bieten Platz für vier Erwachsene. Geplant ist, die ersten beiden ab Weihnachten vermieten zu können, die anderen drei sollen im kommenden Frühjahr folgen.


"Wir haben in Eibenstock zu wenig Übernachtungskapazität, die Hotels sind ausgelastet", begründet Pötter die Entscheidung für die Investition. Zwar gibt es an den Badegärten bereits die sogenannten Schäferwagen, in denen Gäste übernachten können. Aber auch die sind fast durchgehend ausgebucht.

Weil sich bei den Schäferwagen gezeigt hat, dass sie gerade von Saunagästen angenommen werden, weil sie in der Anlage stehen, behält sich das Unternehmen die Option vor, bis zu zehn Ferienhäuser zu errichten. "Über ausreichend Fläche verfügen wir", sagt Pötter.

Ebenfalls in der Saunalandschaft soll eine Gastronomie-Scheune gebaut werden. "Wenn wie an manchen Tagen 400 Gäste auf einmal unsere Saunen besuchen, ist die vorhandene Gastronomie mit 90 Sitzplätzen einfach zu klein", so der Geschäftsführer. In diesem Jahr wird das Fundament der Scheune errichtet, im kommenden Jahr soll dann das Gebäude stehen.

Pötter ist optimistisch, die geplanten Erweiterungen mit dem aktuellen Personal meistern zu können. "Wir haben wieder Bewerbungen, auch Zulauf aus anderen Saunalandschaften. Ich denke, das spricht für unseren Ruf." Mit dem Übernachtungsangebot will das Unternehmen Geld einspielen, das die Kosten des Erlebnisbades mit abdeckt. Aber Pötter sagt auch: "Noch mehr Saunen - das macht keinen Sinn." Gewinn sollen zukünftig die Ferienhäuser bringen.

Für ein noch größeres Projekt, die Erweiterung und Sanierung des Badebereichs, sind die Vorarbeiten gemacht. Der Förderantrag wurde gestellt. Pötter rechnet mit einer Entscheidung Ende dieses Jahres. Fällt sie positiv aus, können die Bauarbeiten im Spätsommer 2020 beginnen. Die Bauzeit: zwei Jahre. Geplant sind ein neues Schwimmbecken, mehrere Rutschen und ein Splash-Park. Das letzte Wort, was tatsächlich realisiert wird, haben die Gesellschafter. Schließlich geht es auch um die Finanzierung des Eigenanteils. Bei einer Investition in Höhe von 10 bis 15 Millionen Eur0 und einer 80-prozentigen Förderung wäre der immer noch sehr hoch.

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