Beliebter Marathon der Besinnlichkeit vom Erzgebirgsensamble Aue

Sieben Veranstaltungen in nur 60 Stunden: Das Erzgebirgsensemble Aue hat mit seinen künstlerischen Gästen stimmungsvolle Programme auf die Bühne und Untertage gezaubert.

Aue.

Musiker, Sänger und Tänzer eilen in diesen Tagen von Besinnlichkeit zu Besinnlichkeit. Nicht selten stehen zwei , drei oder auch mal vier Auftritte an einem Tag auf dem Programm. Das Wichtigste dabei: Auf der Bühne darf von Hektik oder von Stress nichts zu spüren sein.

Einen echten Marathon haben das Erzgebirgsensemble Aue und seine künstlerischen Gäste hingelegt. Innerhalb von 60 Stunden absolvierten die Ensemblemitglieder sieben Veranstaltungen mit einer Gesamtlänge von 13,5 Stunden, die insgesamt 4200 Besucher erlebten. Für eine davon fuhren sie am Samstagvormittag sogar ins Besucherbergwerk Zinnkammern Pöhla ein. Die sechs anderen gingen im Kulturhaus Aue über die Bühne. Diese erstrahlte erneut als herrliche Winterlandschaft.

Während an den Nachmittagen und Abenden die Erwachsenen auf ihre Kosten kamen, standen am Freitagvormittag die Jüngsten im Mittelpunkt. Berggeist Knuffel stimmte sie wie in den Vorjahren auf Weihnachten ein. Damit unterscheidet sich dieses Programm grundlegend von den stimmungsvollen fünf Revuen. "Vom Bergwerk, also aus der Dunkelheit, geht es thematisch bei uns immer ins Licht", so Steffen Kindt, der seit 30 Jahren das Erzgebirgsensemble leitet. Auch bei der 57. Erzgebirgsweihnacht war er nicht nur Sänger, sondern auch Regisseur und Moderator. Er weiß, dass die drei Tage seinen Musikern, Tänzern und Sängern alles abverlangen.

"Freimachen kommt aber vor diesem Wochenende auch nicht infrage", lächelt Kindt und erklärt: "Das ist Hochsaison für uns." Motivationsprobleme gibt es für ihn nicht. "Das sind immer wieder ganz viele Emotionen, die vom Publikum kommen. Das ist unser Antrieb." Gerade wenn in den Veranstaltungen im Publikum viele Erzgebirger sitzen, springe der Funke extrem schnell über: "Da haben wir einen Bonus. Wir müssen nur rausgehen und es geht los." Kindt ist es dabei erneut gelungen eine Revue aus Bläserstücken, Gesang, Tanz und ansprechenden Moderationen zusammenzustellen. So ließ er auf einer Videowand noch einmal verschiedene Auftritte der vergangenen Wochen Revue passieren, gab dem Nachwuchs eine Bühne und ließ in jeder Veranstaltung einen Stollenkuchen anschneiden. Dieser kommt traditionell von der Bäckerei Schellenberger und brachte insgesamt ein Gewicht von 56 Kilogramm auf die Waage. In ihm waren 7200 Rosinen verbacken.

Erneut war Sarah Ann Schwengfelder mit ihren Flame Dancers im Kulturhaus mit dabei. "Das war mein Jahresziel", sagt die Schwarzenbergerin, die erst vor neun Wochen zum zweiten Mal Mutter geworden war. Sie wollte am zweiten Adventswochenende wieder so fit sein, dass die sechs Programme mitgestalten kann, unter anderem führte sie den Nussknackertanz auf. "Am Freitagvormittag war ich nur mit den Kindern da, aber das war eine große Herausforderung: Frühes Aufstehen und dann zwei Kinder koordinieren bevor ich losmache", sagt die Balletttänzerin. Am Freitag warteten sowohl die dreijährige Enna als auch die erst neun Wochen alte Hilda mit ihrem Papa hinter der Bühne. "Am Wochenende hatte ich nur die Kleine mit. Enna war bei ihrer Oma", so die Doppel-Mama.

Und was geschieht zwischen den Programmen. Nicht viel, schmunzelt Sarah-Ann Schwengfelder: "Natürlich stille ich in dieser Zeit." Nachdem Sonntagnachmittag der letzte Vorhang gefallen war, ging es für die kleine Familie ganz schnell nach Hause: "Wir werden jetzt noch ein bisschen den 2. Advent genießen."

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