Bergbühne dreimal ausverkauft

Das Eibenstocker Ensemble greift eine Geschichte vom Saafnlob auf. Es geht ums Bähnle, das es heute nicht mehr gibt.

Eibenstock.

Das Weihnachtsstück der Bergbühne Eibenstock ist zu allen drei Veranstaltungen (zwei am heutigen Samstag, eine im Januar) ausverkauft. Ein bisschen verblüfft darüber ist auch Rita Leistner, die bei allen Inszenierungen die Regie führt. "Das hat sich wohl schneller herumgesprochen, als wir annehmen konnten", sagt sie. Humor, Liebe und Heimatgeschichte - das ist der Stoff, aus dem die Geschichte "Dr Weihnachtsmuffel in dor Winterfrische" gemacht ist.

Das Ensemble greift auf eine Geschichte vom Saafnlob zurück. Jeder in Eibenstock und Wildenthal weiß, dass damit der Lehrer Stefan Dietrich gemeint ist. Es geht ums Bähn'l, die Bahn, die dem Bau der Talsperre Eibenstock zum Opfer fiel. Manchem im Publikum wird die Geschichte vielleicht bekannt vorkommen, denn die Bergbühne hat das Stück schon einmal 2012 aufgeführt. "Wir haben es neu erarbeitet und einiges verändert", versichert aber Rita Leistner.

Das Bühnenbild dominiert eine Kulissenwand - auf der Vorderseite ein Zugabteil darstellend, auf der Rückseite eine Hutzenstube. Und so ist auch die Geschichte zweigeteilt. Ein Finanzbeamter sitzt in der Bimmelbahn, stänkert alle Leute an und will von Weihnachten nichts wissen. "Wie er bekehrt wird, ist unterhaltsam und vergnüglich", sagt Rita Leistner, die das Saafnlob-Stück mit ihrer eigenen Handschrift bereichert hat. "So wie Stefan Dietrich das aufgeschrieben hat, kann man es heute nicht mehr spielen", meint sie.

Jedem der 15 Darsteller hat die 71-Jährige seine oder ihre Rolle auf den Leib geschrieben, so wie es die Laienschauspieler mögen und wie es seit vielen Jahren Usus bei der Bergbühne ist. Urlauber aus der Großstadt, Erzgebirger, ein Arzt, ein etwas versoffener Zollbeamter, ein Kräuterweibel - die Frauen und Männer der Truppe können auch dieses Mal ihrem Affen ordentlich Zucker geben. Rita Leistner freut sich besonders, dass auch zwei Nachwuchstalente dieses Mal mit auf der Bühne stehen: Max Müller (14) spielt den Julius und Lukas Leitenberger (10) ist Waldemar Erasmus.

Der zweite Teil der Geschichte trägt sich in der Skihütte in Carlsfeld zu, die einstmals vom Skiverein Eibenstock erbaut wurde. Dort wird es musikalisch. Auf Bandonion beziehungsweise Konzertina spielen Andreas Riedel aus Stützengrün und Holger Sickel aus Elterlein. "Es erklingen alte Weihnachts- und Winterlieder, das Publikum ist herzlich zum Mitsingen eingeladen", sagt Rita Leistner.

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