Ein Titel adelt die ganze Montanregion

Mit einem Fest hat das Erzgebirge in Freiberg die Titelverleihung zum Unesco-Welterbe gefeiert. Die Zeremonie mit dem Großen Bergmännischen Zapfenstreiches setzte diesem Tag die Krone auf.

Freiberg.

Als nach dem Großen Zapfenstreich am späten Samstagabend aus tausenden Kehlen ein "Glück auf" über den Freiberger Obermarkt hallt, hatte wohl auch der letzte Gänsehaut. Freiberg hat am Samstag ein Welterbe-Fest erlebt, das reich an Attraktionen, aber ebenso an Emotionen war. "Der Titel adelt das Erzgebirge und macht uns stolz", hatte Oberbürgermeister Sven Krüger zur Eröffnung am Nachmittag erklärt. Und stolz sei er auch, dass für die Titelverleihung und das Fest drumherum die Stadt Freiberg auserkoren worden ist.

"Die Freiberger und ihre Besucher haben ein Faible für den Bergbau, das spürt man immer wieder", sagte Jörg Bräuer. Der Kurator der städtischen Museen Annaberg präsentierte auf der Welterbe-Meile den Frohnauer Hammer und konnte sich über mangelndes Interesse nicht beklagen. Der Andrang auf der Welterbemeile, auf der sich die Bestandteile der Welterberegion präsentierten, war groß. "Wir hoffen, dass durch den Titel nun noch mehr Menschen das Erzgebirge und seine reiche Bergbautradition entdecken", sagte Christoph Schröder, Chef des Bergbaumuseums Altenberg.


Auch Mitglieder des Erzgebirgsensembles waren auf Anfrage der Stadt Freiberg am Programm beteiligt. Leiter Steffen Kindt als Moderator und Gerald Olschewski als Puppenspieler waren mit dem Berggeist Knuffel angereist, der der jungen Besuchern des Festes auf kindgerechte Weise erklärte, was (Welt-)Erbe ist.

Nach und nach waren immer mehr Menschen auf den Obermarkt gekommen, der so dicht gefüllt war. Etwa 200 geladene Gäste und tausende Besucher erlebten ab 21 Uhr als Krönung des Tages den Großen Bergmännischen Zapfenstreich mit. Zu den beteiligten Knappschaften gehörten auch die aus Schneeberg, Schwarzenberg und Zwönitz - neben denen von Altenberg, Freiberg, Frohnau, Geyer, Kirchberg, Lengefeld, Marienberg, Oelsnitz, Olbernhau-Grünthal, Pobershau, Scheibenberg und Seiffen. Anschließend erhellte ein Feuerwerk den Himmel.

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