Energie Eibenstock bleibt in roten Zahlen

Bürgermeister Uwe Staab sieht dennoch positiven Effekt für Klimabilanz

Eibenstock.

Beim Blick auf die Bilanz der Energie Eibenstock GmbH für das Wirtschaftsjahr 2017 konnte Bürgermeister Uwe Staab (CDU) zur jüngsten Stadtratssitzung verkünden, dass das Betriebsergebnis deutlich besser als in den vergangenen Jahren ausgefallen ist. Trotzdem steht unterm Strich ein Verlust in Höhe von 5887 Euro. Im Jahr davor lag er bei rund 24.000 Euro, für Staab, der auch Geschäftsführer der Gesellschaft ist, eine positive Entwicklung.

"Mit dieser Anlage garantieren wir eine hundertprozentig klimaneutrale Versorgung unserer Gebäude - eine Tatsache, von der alle anderen nur reden", verteidigte Staab das Anliegen der Gesellschaft. Die Energie Eibenstock GmbH verarbeitet in ihren Anlagen Holzhackschnitzel und versorgt mit dem eigenen Netz kommunale Einrichtungen. Thomas Roßbach (SPD) sieht die Sache nicht so positiv. Zwar sei sie für die Umwelt gut, aber wirtschaftlich negativ für die Stadt. "Wenn die Zinsen für den aufgenommenen Kredit abbezahlt sind, ist die Anlage so marode, dass neu gebaut werden muss", gab er zu bedenken. "Ich glaube nicht daran, dass wir da jemals aus den roten Zahlen kommen."

Staab räumte ein, dass die Gesellschaft einfach zu klein sei, um sich Buchhaltung und Wirtschaftsprüfung leisten zu können. Dafür schlagen jährlich zwischen 5000 und 6000 Euro Kosten zu Buche. Die Stadt lässt derzeit prüfen, ob eine Umwandlung der Gesellschaft und ihre Eingliederung in die Stadt möglich ist, Liquidation vorausgesetzt.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...