Floristin aus Aue gibt im Lockdown auf: "Der Beruf hat keine Zukunft"

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Die Corona-Krise hat auch das Geschäft von Dana Baumgarten in Aue hart getroffen. Nun zieht die Unternehmerin die Reißleine. Der OB spricht bereits davon, dass in der Stadt ein Einzelhandelssterben im Gange ist.

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1414 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 6
    3
    Einspruch
    14.02.2021

    Oft genug wird das Schlagwort Digitalisierung als Allheilmittel verwendet, als wäre da alles in Butter. Für viele Kleinunternehmen dürften sich die Kosten für Erstellung, Pflege der Webseite inclusive Preisanpassungen, Lieferdienst und Einpreisung desselben sowie der unausbleiblichen Retouren derart niederschlagen, das am Ende nichts wesentliches erwirtschaftet wird, was dem Unternehmen wirklich zum Überleben nützt. Will man das ganze professionell gestalten, braucht es oft auch noch Aufwand für ein Warenwirtschaftssystem. Abschließen und abwarten ist da manchmal wirtschaftlich günstiger. Wer da immer nur von Versäumnissen und fehlender Flexibilität spricht, hat vielleicht keine Ahnung, was da alles dran hängt. Der Ertrag dürfte auch um so geringer ausfallen, wenn immer mehr auf diesen vermeintlichen rettenden Trend aufspringen und sich dadurch die potentiellen Kunden auf immer mehr Lieferanten oder eben Unternehmen aufteilen.

  • 5
    13
    Pixelghost
    14.02.2021

    EINKAUFSERLEBNIS Supermarkt: 30 % ohne Nasenschutz. Und beim Blumenhändler wartet man, weil jemand im Geschäft ist „Bitte nur eine Person eintreten“ aber was passiert?
    4 Leute wollen nur mal schnell was fragen...Maske auf „halb acht“, Abstand, Anstand und Rücksicht gleich 0.
    Ein Erlebnis ohne gleichen.

  • 23
    0
    Wika1
    14.02.2021

    @Cornholio, grundsätzlich ist Digitalisierung im Einzelhandel natürlich auch notwendig. Dennoch glaube ich nicht, dass die Leute beim Blumenhändler ihres Vertrauens nur noch online einkaufen wollen. Die Mischung machts. Wenn ich keine Zeit habe, bestelle ich auch mal bei einem Onlinehändler. Aber zur allgemeinen Lebensqualität gehört für die meisten Leute immer noch das Einkaufserlebnis vor Ort. Sonst würden wir es ja jetzt nicht so schmerzlich vermissen.

  • 16
    3
    TWe
    14.02.2021

    @lax123
    Hier geht's um einen Blumenladen.

    Trotz dem es seit vielen Jahren Fleurop u. ä. gibt, ist dies aufgrund der Verderblichkeit der Ware ein Bereich, der wie kaum ein anderer vom Vor-Ort-Verkauf lebt.

    Ich stimme Ihnen grundsätzlich zu, dass es der Handel weiträumig versäumt hat, eine intelligente Kombination von Online- und stationären Angeboten zu schaffen. Für den Floristik-Bereich sehe ich das aber ausdrücklich nicht so. Hier ist das handwerkliche Geschick des Inhabers von maßgeblicher Bedeutung.

    Wenn dieser keine Möglichkeit mehr besitzt, sein Angebot wie viele Jahre lang gewohnt zu offerieren, bleibt er auf der Strecke.

    Die Läden welche jetzt schließen, werden vermutlich niemals mehr öffnen. Damit verschwindet ein Teil (floristischer) Handwerkskunst aus unserer Gesellschaft.

  • 6
    10
    ffwfred
    14.02.2021

    Ich denke viele Einzelhändler sind einfach zu unflexibel. Die Gaststättenbranche macht es zumindest teilweise vor. Anstatt ehrlich zu analysieren, wann es sich überhaupt lohnt, ein Ladengeschäft offen zu halten und die verbleibende Zeit zu nutzen anderweitig Geld zu verdienen, werden Geschäfte auf Krampf offen gehalten, ohne Geschäfte abzuschließen. Man muß den Kopf schon über den Tellerrand strecken und wenn ich mit Blumen von Aldi nicht konkurrieren kann oder will, dann nehme ich mir die Online-Lieferdienste zur Brust. Ich weiß zB nicht, was den Blumenhändler vor Ort davon abhält, Gesamtpakete mit Sekt und Pralinen zu schnüren und ein Preisschild ranzukleben - oder sein Sortiment Richtung Vogelhäuschen und Winterdeko und Räucherschnick-schnack auf den Winter auszurichten. Ein breit aufgestelltes Sortiment, was die Kunden anspricht (nicht den Händler ;)) und dann passt das schon. Dann kann ich mir sogar eine Schließzeit zwischen 11.30 und 14.30 Uhr leisten.

  • 12
    13
    Cornholio
    13.02.2021

    @lax123 Da stimme ich Ihnen vollkommen zu. Es nützt nichts, dem romatischen innerstädtischen Einzelhändler-Ideal nachzutrauern und alle Hoffnung in die Politik zu setzen. Hier ist der Innovationsgeist der Gewerbetreibenden gefragt. Dazu zählt im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung eben auch die Etablierung von Online Shops als zweites Standbein, auch unabhängig von der Pandemie. Allerdings wäre der Aufbau und die Bereitstellung einer "echten" Online Shopping Plattform durch die Kommunen, die Industrie- und Gewerbevereinigung oder den Städtebund Silberberg sehr hilfreich (gewesen), um vor allem auch regionale Einzelhändler und Kleinunternehmer wirksam und dauerhaft zu unterstützen.

  • 21
    28
    lax123
    13.02.2021

    Schauen wir den Tatsachen ins Auge. Lieferung ist gerade in Mode und wird es auch bleiben. Da kann ich x mal bessere Qualität bieten, das interessiert nicht genug Käufer. Verlagert euch ins Netz und bietet etwas an - das hat nun schon tausendmal geklappt

  • 41
    33
    ernstel1973
    13.02.2021

    MuellerF ...'es' ist in keinem Land vorbei. Selbst in China nicht, auch in Neuseeland Flammen die Herde immer wieder auf. U. a. Belgien, Frankreich und GB haben mit ihrer Verbots- und Knüppelstrategie mehr Tote pro 100000 Einwohner als Länder mit präventiver. Vor Viren kann man nicht fliegen geschweige denn wie im Krieg besiegen, gelang noch nie. Wir ziehen das Unvermeidbare nur in die Länge, mehr auch nicht.

  • 88
    3
    Wika1
    13.02.2021

    Ich glaube, dass gerade durch den Lockdown den Leuten bewusst wird, wie schön doch die kleinen Läden vor Ort mit Beratung und Individualität sind. Spätestens, wenn man 5x Waren an den Onlinehändler zurückschicken musste, sehnt man sich nach dem Händler vor Ort, wo man die Ware vor dem Kauf betrachten kann. Ich hoffe sehr, dass nicht alle kleinen Geschäfte nach dem Lockdown verschwinden und das Feld den Supermärkten und großen Filialisten überlassen müssen.

  • 68
    40
    nnamhelyor
    13.02.2021

    Der Lockdown und alles damit verbundene ist einzig und allein in Verantwortung der Politik. Weder Querdenker, noch Reichsbürger, noch Corona-Leugner oder der grundanständige Bürger hätten durch ihr Tun oder lassen irgendeinen Einfluss daran gehabt. Denn wie sagte A.M. so schön: Der Lockdown ist politisch gewollt!

  • 45
    64
    MuellerF
    13.02.2021

    "Der Lockdown wäre auch ohne "Menschen, die Corona bis heute leugnen und sich nicht an die Regeln halten" gekommen "

    Sicherlich. Aber vielleicht wäre er ohne die Leugner & Regelübertreter schon wieder vorbei, so wie in anderen Ländern?
    Wie auch immer, für solche Überlegungen ist es leider zu spät. Jetzt geht es um's Durchhalten, sonst endet der Lockdown am Sankt-Nimmerleins-Tag.

  • 21
    69
    ernstel1973
    13.02.2021

    Der Lockdown wäre auch ohne "Menschen, die Corona bis heute leugnen und sich nicht an die Regeln halten" gekommen, genau wie das Händlersterben, das schon zwei Jahrzehnte zuvor angelaufen ist.

    Wer sich schon künstlich empört, weil keiner von der Stadtverwaltung Hände schüttelt bzw. auf so etwas noch wartet, steht in erster Linie eher mit sich selbst im Konflikt. Sich auf der einen Seite aufregen, dass Menschen sich nicht an Maßnahmen halten - kenne ich eigentlich nur aus den Netzwerken und dem Fernsehen - und andererseits fordern, dass der Bürgermeister Abbitte leistet.

  • 73
    12
    rabloss
    13.02.2021

    Traurig, dass es soweit kommen musste!!! Man hätte genügend Zeit um ordentliche Strategien für die 2.Welle auszuarbeiten. Leider erfolgte, dies nicht. Das traurige Ergebnis sehen wir jetzt.
    Liebe Frau Baumgarten , ich wünsche Ihnen alles Gute für Ihre Zukunft

  • 91
    7
    Biene62
    13.02.2021

    Die Qualität der Blumen und Pflanzen in den Kaufhallen kann man vergessen, die lässt der zu wünschen übrig,da ist Gärtnerqualität was ganz anderes und man wird auch noch gut beraten,wenn man etwas wissen möchte.