Geldsegen für alte Papiermühle in Zwönitz

Stadtverwaltung erhält für die Sanierung des Industriedenkmals mehr als 300.000 Euro

Zwönitz.

Für die Sanierung der alten Papiermühle in Zwönitz gibt es jetzt einen Geldsegen für die Stadtverwaltung. Rund 312.000 Euro will das Landratsamt des Erzgebirgskreises an EU-Fördermitteln zuschießen, berichtete die Behörde gestern.

Die Papiermühle - als ein Technisches Denkmal - gilt als älteste noch funktionsfähige Papiermühle in ganz Deutschland. Das Gebäude, das im Jahr 1568 erstmals urkundlich erwähnt wurde, ist zu einem großen Teil im Originalzustand erhalten, altersbedingt jedoch dringend sanierungsbedürftig.

Die Stadt Zwönitz lässt das Industriedenkmal deshalb nun für eine Millionensumme in zwei Etappen komplett erneuern; für den ersten Bauabschnitt zahlt das Landratsamt einen Zuschuss.

Die Arbeiten umfassen unter anderem die Sanierung der Maschinenräume im Erdgeschoss und der Wohn- und Arbeitsräume im ersten Obergeschoss (OG) des Gebäudes. In einem zweiten Bauabschnitt soll später der nordöstliche Kopfbau umgestaltet werden.

Damit die Top-Sehenswürdigkeit der Stadt künftig wieder deutlich mehr Besucher anlockt, wird zudem das komplette Ausstellungskonzept überarbeitet. Über W-Lan sollen sich Gäste auch per Handy Informationen zu den Ausstellungsobjekten aufrufen und das Haus allein erkunden können. Laut Landratsamt ist auch der Einbau von beleuchteten Sitzbänken und Glasvitrinen sowie von Medienstationen geplant. Das Ende des Bauprojektes wird mit März 2020 angegeben. (juef)

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