Geyer lässt alte Forstsäule restaurieren

Historisches Objekt markierte einst einen besonderen Treffpunkt - Zwei Jahreszahlen sollen hinzukommen

Geyer.

Eine historische Forstsäule soll im Auftrag der Stadt Geyer restauriert und an ihrem ursprünglichen Standort aufgestellt werden. Wie der Stadtrat entschieden hat, wird die Stollberger Steinmetzwerkstatt Scheunert die Arbeiten ausführen. Das Gremium stimmte einer Auftragsvergabe für rund 2900 Euro zu. Bei dem Objekt handelt es sich um eine Forstsäule, die 1809 nahe der Alten Zwönitzer Straße an der Gemarkungsgrenze aufgestellt worden war - dort, wo der hintere Wanderweg zum Wilden Mann abgehe. Vorher hätten an dieser Stelle große Tannen mit eingeritzten Namen gestanden, da sich dort der Geyersche, der Thalheimer und der Grünhainer Oberförster trafen. Die Restaurierung soll mit nur geringem Eingriff in die Originalsubstanz erfolgen. Sofern es möglich ist, werden die Jahreszahlen 1849 und 1993 zusätzlich eingemeißelt. In jenen Jahren bekam die Stadt jeweils ihren Wald zurück, ist heute einer der größten Kommunalwaldbesitzer in der Region. Die fast 200 Jahre alte Säule war an verschiedenen Orten zu finden, zuletzt an der Jagdhütte, wie Stadtforstleiter Thomas Hirsemann erklärte. Sie war aber instabil. Als der Kopfstein entfernt wurde, sei sie zerbrochen. Ursprünglich habe der Obelisk auf einem Sockel gestanden und hatte oben eine Kugel, die nicht mehr vorhanden ist. Sie soll auch nicht nachgebildet werden, da es keine Vorlage gibt. (aho)

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