Glocke klingt auf dem Fichtelberg

Schwarzenberger Türmer hält an Ritual fest

Schwarzenberg/Oberwiesenthal.

Er sei in diesen Tagen schon mehrfach gefragt worden, ob er trotz der Corona-Krise am Sonntag zur gewohnten Zeit wenigstens die Friedensglocke auf dem Fichtelberg läuten werde. Darauf hat Schwarzenbergs Türmer Gerd Schlesinger stets geantwortet: "Ich wüsste nicht, warum wir das Läuten einstellen sollten. Gerade in der Zeit, in der viele verunsichert und ängstlich sind, sollte sie länger und öfter läuten als sonst. Die Glocke läutet für Frieden und Freiheit, sie läutete gegen Hass und Gewalt, und sie mahnt die Menschen zu Ruhe und Gebet. Das ist die Aufgabe dieser Glocke, dafür haben wir sie geweiht." Gerade weil dies in der aktuellen Situation wichtig sei, werde die Glocke weiterhin sonntags und stets zweimal hintereinander klingen. "Die Glocke hängt im Freien, das Plateau des Fichtelbergs bietet viel Platz für ausreichend Abstand zueinander", so Schlesinger.

Ab 15.45 Uhr erklingen zunächst Türmerhorn und Türmerruf. 16 bis 16.10 Uhr wird die Glocke läuten, danach gibt es eine Pause von drei Minuten. Es schließt sich ein fünfminütiges Bittgeläut an sowie dreimal drei Glockenschläge, die das Vaterunser symbolisieren. (matu)


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