Lößnitzer starten Adventskalender

Kein Türchen, sondern gleich eine komplette Haustür öffnet sich ab Montag in der Muhme. So wollen Bürger die Vorweihnachtszeit zu etwas ganz Besonderem machen.

Lößnitz.

Dieser Adventskalender ist richtig groß. So groß wie eine Haustür, eine Kellertür oder - am 9. Dezember - sogar so groß wie eine Kirchenpforte. Die Kirchgemeinde Lößnitz gestaltet gemeinsam mit Bürgern, Händlern und Restaurantbesitzern einen lebendigen Adventskalender in ihrer Stadt. In Häusern, Geschäften und Gewölbekellern wird dabei jeden Tag eine weihnachtliche Überraschung geboten.

"Die Schokoladenkalender hat man ja manchmal satt", sagt Pfarrer Raphael Weiß. "Stattdessen wollen wir uns gemeinsam auf Weihnachten einstimmen und Leuten begegnen, die man sonst nicht so trifft." Los geht es am heutigen Montag im Gemeindesaal. Gemeindemitglieder halten Glühwein bereit und wollen eine Weihnachtsgeschichte vortragen. Am 9. Dezember wird das Tor der St. Johanniskirche zum Kalendertürchen und vor der Kirche wird es ein gemütliches Lagerfeuer geben. Im Gewölbekeller der Johannisstraße 1 soll am 20. Dezember sogar ein Engel auftreten ...

"Was die einzelnen Veranstalter planen, weiß ich nicht in jedem Fall detailliert", sagt Pfarrer Weiß. "Als Kirchgemeinde haben wir zwar die Organisation übernommen, unsere Mitstreiter gestalten ihre Angebote aber selbst und nicht jeder will sich vorab in die Karten schauen lassen."

Vor 15 Jahren gab es schon einmal einen lebendigen Adventskalender in Lößnitz. Damals wurde er von Sandra Unger organisiert, der Inhaberin der Boutique "Salis Laden". Sie erinnert sich: "Das war eine kleine Lebensaufgabe. Am Nikolaustag habe ich den Bischof Nikolaus gespielt. 60 Kinder und Erwachsene kamen. Es war Stress, aber es hat allen gut gefallen." Klar, dass sie an der Neuauflage gerne mitwirkt. Am 19. Dezember werden in der Gerbergasse 1 unter anderem Weihnachtslieder zur Gitarre gesungen.

Die Türen des lebendigen Adventskalenders sind an jedem Wochentag von 18 bis 18.30 Uhr geöffnet. Alle Adressen kann man unter www.kirche-loessnitz.de nachlesen.

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