Laienspielschar durchlebt Wandel

Die Dittersdorfer Maarguschn präsentieren ein neues Stück. Dem ging diesmal so manche Veränderung voraus. Lustig werden soll es dennoch bei etwa einem Dutzend Vorstellungen.

Dittersdorf.

Auf so manche Überraschung können sich Fans der Dittersdorfer Maarguschn in der aktuellen Spielzeit einstellen. Erneut sind die meisten Vorstellungen der Truppe - etwa ein Dutzend an der Zahl - ausverkauft, noch bevor der Vorhang sich das erste Mal hebt. Letzteres tritt am heutigen Sonnabend gleich zweimal ein. Auch die beiden Auftaktvorführungen in der "Äppelkammer" des Lößnitzer Ortsteils sind restlos ausgebucht.

Das Lampenfieber ist zweifellos höher als zuletzt. Seit zehn Jahren etwa gibt es die Laienspielschar unterm Dach des örtlichen Heimatvereins "Liederhain". Und doch ist in diesem Jahr vieles anders. Denn einige haben die Gruppe verlassen. "Etwa eine Handvoll hörte auf", sagt Jens Becher alias Bauer Gustav. Dafür kamen neue Gesichter hinzu. Wie gut das alles in der neuen Konstellation funktioniert? Das wird sich zeigen.

An lustigen Ideen mangelte es im Vorfeld nicht. Das erste Mal nicht in fünf, sondern gleich in sechs Akten geht es auf der Bühne rund, die durch einen Schuppen als Requisite erweitert worden ist. "A mol tanzen gie" - ja, die Frauen wünschen sich, was der Titel des Mundartstücks aus der Feder von Uwe Meier verspricht. Doch die Herren sehen es anders. So muss eine List her, die Hilde, Fried, Clara, Gustav, der Großvater, Ulla und Steffi sowie die Tanzlehrerin Tanja in Szene setzen. Heiter dürfte es werden, denn Stückeschreiber Uwe Meier ist faschingserprobt. Er erhielt als Umfeld den dörflichen Charakter und die Band zwischen Familie und Nachbarn.

Ihrem Debüt fiebern am heutigen Samstag die zwei Neuen entgegen: Kerstin Gottschaldt aus Aue und Elke Michael aus Schneeberg, die Anfang des Jahres noch im Publikum saßen. In der "Goldnen Sonne" in Schneeberg verfolgten sie aus der ersten Reihe die Maarguschn-Aufführung - und leckten Blut. "Jetzt sind wir hier", sagt Elke Michael und lacht. Sie spielt die Rolle der Cousine aus Berlin. Eine perfekte Besetzung, allein wegen des Dialekts der aus Brandenburg stammenden Wahl-Erzgebirgerin. "Wir waren sofort begeistert und haben uns durchgerungen, hier mal aufzuschlagen", erinnert sich Kerstin Gottschaldt.

Inzwischen gehören beide fest zum Team, das nicht nur in der "Äppelkammer" auftritt. Einige Aufführungen finden auch im Brauereigasthof Zwönitz (15. Februar), in der Friedrichsruh (28./29. Februar) und am 2. November in Mitteldorf in der "Lindenklause" statt. "Bei den Auswärtsterminen gibt es vereinzelt noch direkt vor Ort Karten", sagt Jens Becher.

Den Jugend-Anteil im Ensemble hält Annelie Müller aufrecht, sie besucht derzeit die neunte Klasse. "Wie es nächstes Jahr wird, muss ich schulisch erst mal sehen", sagt sie. Dennoch blicken die Maarguschn trotz allen Wandels optimistisch nach vorn. "Wir probieren es einfach und hoffen, die Leute begeistern zu können. Denn wir hatten noch richtig Lust, das weiterzumachen", sagt Jens Becher.

Mutige, die ihr darstellerisches Talent selbst ausprobieren wollen, seien jederzeit willkommen.

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