Linienverkehr steht wegen Streiks still

Neue Verhandlungsrunde bei Busfahrern steht an

Aue/Schwarzenberg.

Innerhalb von vier Wochen haben die Mitarbeiter des Regionalverkehrs Erzgebirge, kurz RVE, am gestrigen Mittwoch zum dritten Mal gestreikt. Busfahrer legten für 24 Stunden ihre Arbeit nieder. "Im Linienverkehr fuhr deshalb kein einziger Bus", erklärt RVE-Sprecherin Stefanie Uhlig. Private Subunternehmer hätten ihre Routen hingegen bedient.

Von dem Streik war diesmal auch der Schülerverkehr betroffen. Schon am Morgen mussten deshalb viele Fahrgäste umdisponieren. Anrufe verärgerter Bürger habe es aber nur wenige gegeben, so Uhlig. "Es war relativ ruhig, viele hatten sich offenbar auf den Streik eingestellt."


Bereits am 10. April hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zum Streik aufgerufen, dann erneut am 25. April. Verdi geht es um eine bessere Bezahlung der Arbeitnehmer. Konkret wird ein Stundenlohn von 15,66 Euro für Facharbeiter gefordert. Aktuell werden 12,30 Euro gezahlt. "Wir fahren bei Wind und Wetter und haben eine hohe Verantwortung für die Sicherheit unserer Fahrgäste", sagt Roberto Claußner. Er arbeitet bei der RVE und ist einer der Streikenden. Steigen die Löhne nicht, werde es in Zukunft immer komplizierter, gute Bewerber für die Busfahrer-Jobs zu finden.

Claußner hofft, dass bei der am heutigen Donnerstag stattfindenden nächsten Verhandlungsrunde ein akzeptables Angebot vorgelegt wird. Sollte das nicht der Fall sein, könnte es zu weiteren Streiks kommen, gegebenenfalls sogar unbefristet. RVE-Sprecherin Uhlig setzt deshalb auf eine einvernehmliche Lösung: "Wir hoffen, dass man sich an einem Punkt einigen kann." (juef/aed)

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